Sonntag, 22. Februar 2009

Erinnerung

Heute morgen haben wir uns ein paar Videos angesehen, die der stolze Papa von Emelie gemacht hat. Jetzt muss ich doch mal versuchen eins hochzuladen zumindest mal einen Ausschnitt davon.

Hier ein Nieserchen von Emelie, da war sie 2 Wochen alt.

Donnerstag, 19. Februar 2009

Säuferchen

Emelie hatte ja am Montag die Gesamtmenge von 530 ml getrunken, diese Rekorde darf man fast nicht loben, denn heute ist sie schon wieder viel am Schlafen und muss geweckt werden.
Wir schreiben inzwischen jede Mahlzeit auf. Ich muss ja auch wissen wann sie das letzte Mal getrunken hat und mit dem Abpumpen komm ich immer total durcheinander, also wird das jetzt alles schriftlich festgehalten. Die Mengen zu sehen gibt ein bisschen Sicherheit. Ich hab nämlich auch schon ausprobiert ihr öfter mal ne kleine Portionen zu geben, aber am Ende des Tages hat sie die gleiche Menge getrunken. Das ist also sinnlos, es macht mir nur Stress da ich Emelie immer wecken muss, und sie sich gar nicht mehr von alleine meldet. Eine Bekannte deren Kind zu früh zur Welt kam hat mir erzählt, wie im Krankenhaus die Trinkmenge berechnet wurde.

Körpergewicht geteilt durch 6, geteilt durch die Anzahl der Mahlzeiten.
Also muss Emelie, mit inzwischen 3700 Gramm, am Tag 616 ml trinken - das schaffen wir (noch) nicht.
Für den Kardiologen war das Gewicht gar kein Thema, von daher mache ich mich jetzt nicht mehr verrückt. Wir geben ihr soviel wie sie eben schafft und ich hoffe, dass ich sie nach der OP wieder stillen kann. Ich pumpe ja immer eifrig ab, damit ich auch schön viel Milch habe wenn meine Maus sie braucht. Das meiste landet in ihrem Bauch, unser Gefrierfach ist allerdings auch schon gut gefüllt :) Ich hab zwar manchmal keinen Bock mehr (es wäre ja so einfach eine Packung Babynahrung zu kaufen) aber dann muss ich an die Zeit denken als wir beide richtig stark erkältet waren und Emelie gar nichts abbekommen hat - Wundermittel MuMi!

Den Haberman-Sauger hat meine Apotheke übrigens wieder zurückgenommen, als Reklamation. :) Ich gehe wirklich gerne in diese Apotheke.

Heute nachmittag durfte Emelie ohne Windeln auf ihrer Krabbeldecke rumlümmeln. Sie macht wirklich jedes mal, wenn sie Pipi muss, auf sich aufmerksam. Leider verstehe ich doofe Mama, das oftmals nicht richtig, oder tue es als Gebrabbel ab. Beim 3. Mal Pipi in die Hose kam die Ablösung. Der Papa hat dann wieder ne Windel angezogen. Du liebe Zeit, wie oft die Pipi machen... ich war wirklich überrascht: Wie, schon wieder??? Da muss ich mich wirklich umstellen, ich muss nämlich sehr selten Pipi, obwohl ich viel trinke. Aber, wir haben auch 2 Mal in die Schüssel gemacht. Also ihre Zeichen für Kacka verstehe ich schon viel besser, das kommt auch nicht so oft und man kann einen gewissen Rhythmus erkennen. Es wird, es wird und die Maus macht mit. Hoffentlich verliert sie nicht die Hoffnung mit ihren "Alten".

Emelie und ich beim kuscheln.

Mittwoch, 18. Februar 2009

Zweifel

Die Herzkathederuntersuchung ist schon sicher, also einen Termin haben wir schon. Allerdings hier in Kaiserslautern - ich möchte ja niemandem auf die Füße treten, aber vom Westpfalzklinikum hab ich noch nie wirklich gutes gehört. Meine Kinderärztin sagte mir zwar, dass die Kardiologen richtig gut seien, Dr Rupprat für die OP aber sehr wahrscheinlich nach St. Augustin überweisen wird. Wir waren am Montag aber bei unserem Termin bei Dr. Slavkov, der sehr gesprächig ist. So gesprächig, dass ich fast alle meine Fragen vergessen habe unter der Anstrengung überhaupt mal zu Wort zu kommen.
Ist mein Drängen zur OP gut, ist es sinnvoll möglichst früh zu operieren? Dr. Slavkov hat gesagt, es gäbe keine Vorraussetzungen für die OP wie Gewicht oder Alter, schließlich kann man ja auch schon direkt nach der Geburt operieren. Emelie ist ja nun wirklich noch ein Fliegengewicht mit ihren 3700 Gramm. (Wobei sie die letzten 2 Wochen schon mehr zugenommen hat durch das Maltodextrin und das Öl. Gestern hat sie einen Rekord von 530 ml am Tag getrunken. *freu*)
Hier in KL ist es für uns super praktisch, da wir um die Ecke zum Klinikum wohnen. Vom Organisatorischen her wäre das super. Ich weiß halt nicht, ob es nicht besser wäre das alles gleich in St. Augustin machen zu lassen. Ich weiß einfach über den Ablauf noch viel zu wenig, aber den Slavkov kann man sowas auch nicht fragen. Bleibt der Herzkatheder dann drin bis zur OP? Krieg ich dann rechtzeitig einen Termin in St. Augustin? Muss die OP einen Monat später sein? etc.
Warum kann mir das nicht passieren, ich würde die OP und die ganzen Untersuchen mit Freude über mich ergehen lassen, wenn nur Emelie das nicht ertragen müsste.
Gestern abend wurde sie selber um 23.00 Uhr nochmal wach und da hatte sie ein blutiges Nasenloch. Nun wissen wir nicht genau wann sie geblutet hat und warum. Bei Nasenbluten denke ich natürlich sofort an das Herz.

Fast hätte ich es vergessen, es gibt ja auch noch schönes zu berichten: am Montag hat Emelie mich das erste Mal als Reaktion angelacht. Der Papa war ganz neidisch. Ich weiß allerdings gar nicht mehr was ich ihr so erzählt habe. Und beim Turnen nachmittags war Emelie hellwach und hat 20 Minuten richtig super mitgemacht, bei den BOBATH-Übungen. Der stolze Papa war begeistert und hat fleißig gefilmt.

Montag, 16. Februar 2009

Menschen erreichen



Tolle Sache, da machen wir auch.
Um was es geht und wie es funktioniert steht hier oder den Button anklicken.

Sonntag, 15. Februar 2009

Saugertest

So, nun muss ich aber endlich mal meine Erfahrungen mit dem Habermansauger von Medela, der inzwischen "Special Needs Feeder" heißt, schildern.

Ich muss sagen, dass ich enttäuscht bin. Vor allem von mir, da ich, bevor ich den Sauger gekauft habe, nicht erst mal mit der Logopädin drüber gesprochen habe - sie hasst das Teil. Ok, ich habe 23 Euro investiert in einen Sauger, der seit Jahrzenten nicht mehr überarbeitet wurde.
Das Prinzip dieses "Feeders" ist toll. Er hat im Sauger ein "Reservoir" das man anfangs gezielt befüllen muss, man kann während des Trinkens die Anstrengungen des Kindes unterstützen indem auf dieses Reservoir drückt und somit mehr Milch rauskommt. Auch hat der Sauger einen Schlitz, der es ermöglicht die Trinköffnung zu regulieren, je nachdem wie rum man ihn hält. Sowas gibt es auch von Avent, den hab ich zuerst erst ausprobiert, da ich das Aventsystem schon benutze. Das Teil war für unsere Bedürfnisse nichts, da von vornerein schon zuviel rauskommt und Emelie gar nicht mehr mit Schlucken nachkommt. Zurück zum Habermansauger: Der Sauger ist zu glatt, Emelie konnte das Teil nicht ansaugen und den Unterdruck halten. Dann ist das Mundstück das auf den Lippen liegt (wie man das wohl nennt?) zu klein, Emelie war mit ihren Lippen immer voll auf der Kante. Das stelle ich mir auf Dauer unangenehm vor. Sie hat es zwar geschafft 120 ml zu trinken, hat dafür aber 1 1/2 Stunden gebraucht. (Mit den 2 Loch Sauger von Avent klappt das in 30 Min, mit viel Luft schlucken und danach ist sie auch erst mal richtig KO, aber man sieht ein Vorankommen.)
Und wenn ich den Sauger gedreht habe, dass mehr rauskommt bzw. auf das Reservoir gedrückt habe, kam Emelie einfach mit dem Schlucken nicht mehr hinterher.
Ich versuch das Teil jetzt bei meiner Apotheke zu reklamieren, denn ich hatte auch das Problem, dass immer ein bisschen Milch am Verschluss rauslief. Wenn man irre fest zudreht kommt nix mehr raus, aber dann bekam ich das Ding fast nicht mehr aufgeschraubt.
Einen Versuch war es auf jeden Fall wert und man gibt für viel unnötigere Dinge Geld aus und wenn das mit der Reklamation klappt krieg ich ja mein Geld wieder zurück.

-Bilder kommen noch, die muss ich erst noch machen-

Jetzt mach ich keine Experimente mehr was das Trinken angeht und bald wird sowieso alles besser werden, denn heute morgen waren wir beim Kardiologen.
Er war sehr zufrieden. Emelie spricht gut auf die Medikamente an, die Leber ist kleiner geworden und nicht mehr so hart. Also bleibt bei der Dosierung erstmal alles so wie es ist. Er meinte man könnte mit der OP warten bis sie 12 Monate alt ist, engmaschige Kontrollen sind aber weiterhin notwendig. Also in 6 Wochen wieder vorbeikommen.
Da hab ich aber gleich gestreikt. Ich will, dass wir die OP hinter uns bringen. Emelie ist so eingeschränkt in ihrer Entwicklung. Ich muss ihre Kräfte einteilen fürs Trinken und die Übungen, schließlich will ich auch die Frühförderung durchziehen.
Wir machen uns da jetzt keinen besonderen Stress, aber diese Zeit ist unheimlich wichtig. Wenn wir die Übungen an einem Tag nicht schaffen ist das kein Beinbruch. Aber ich kann sie sowieso nur einmal am Tag machen, Emelie schläft einfach zuviel und wenn sie mal wach ist muss sie ja erst mal was essen. Direkt danach ist dann schlecht von wegen Erbrechen, also klappt das oftmals gar nicht.
Der Arzt hat mir zugestimmt und wir haben einen Termin für den Herzkatheder bekommen - am 24. April geht's los. Die OP soll dann, wenn alles planmäßig verläuft, einen Monat später gemacht werden. Da werden wir aber nach Sankt Augustin ins Deutsche Kinderherzzentrum gehen, schließlich will man nur die Besten für so einen Eingriff. Aber soweit ich weiß, überweist der Chefarzt Dr. Rupprath auch oftmals dahin, gerade bei Säuglingen.

Meine kleine Maus, was noch alles auf sie wartet, liebend gerne würde ich das an ihrer Stelle durchmachen müssen.

Freitag, 13. Februar 2009

1 Woche offline

Da ist man eine knappe Woche nicht online und schon steht die Welt Kopf.
Plötzlich scheinen die eigenen Probleme ganz klein und unwichtig. Gestern, als ein Freund von seinen Problemen erzählte, waren meine Probleme viel größer als seine. Da hab ich schon überlegt, dass ich ganz schön egoistisch bin. Schließlich sind anderer Leute Probleme für diese auch groß. Man ist mir gegenüber im Moment sehr verständnisvoll, ein Dankeschön an dieser Stelle an meine Freunde.

Heute geht es einem geliebten Kind sehr schlecht... mir fehlen die Worte.
Es trifft mich wie ein Schlag auch wenn ich euch noch gar nicht richtig kenne. Es hat mir sehr geholfen deinen Blog zu lesen und nun würde ich das gerne zurückgeben, irgendwie helfen.
Ich wünsche Euch viel Kraft und hoffe, dass Mirjam das gut übersteht.

Samstag, 7. Februar 2009

Essen - Nahrungsergänzung - Sauger - Logopäde

Mein Topthema weiterhin ist das Essen. Emelie trinkt zu wenig und zu selten. Ich kann mich also nicht auf ihr Hungergefühl verlassen, denn sie meldet sich erst nach 6 Stunden oder länger und trinkt dann nur maximal 100 ml. Mehr schafft sie nicht, und wenn doch kommt das meist wieder raus. Dass es definitiv zu wenig ist, hab ich nun bei der U3 festgestellt bei der ich am Donnerstag war. Emelie hat in 2 Wochen nur 50 Gramm zugenommen. Die Ärztin hat mir die Wachstumskurve gezeigt und Emelie ist genau auf der Minimallinie. Wobei ich nicht weiß, ob es die spezielle Wachstumskurve für Kinder mit DS war. Sie hat mich auf jeden Fall noch mehr beunruhigt als ich schon war. Zu allem Übel hat Emelie auch noch extrem wenig getrunken an dem Morgen. Ok, ich soll Maltodextrin und ein spezielles Öl zusetzen und eben 12 Mahlzeiten geben, wenn es nur so kleine Mengen sind.
Ähm, der Tag hat nur 24 Stunden, wie soll ich das denn machen - Dauerfüttern?
Sehr deprimierend alles und die Ärztin verabschiedet mich mit den Worten: Sie schaffen das! Oh, sie ist wirklich sehr nett und scheint auch kompetent, hab bisher nur Gutes über sie gehört, aber aufgebaut hat mich das nicht wirklich. Ich soll alle 2 Wochen zur Gewichtskontrolle vorbeikommen - noch mehr Termine die ich wahrnehmen muss :(
Ansonsten war aber alles in Ordnung, das hat mich sehr gefreut und erleichtert!

Den Donnerstagnachmittag hab ich also mit Trübsal blasen verbracht, jedoch immer mit dem Gedanken im Kopf, dass ich am nächsten Tag einen Termin bei der Logopädin habe wegen genau diesem Problem. Da kann ich nur sagen: die Rettung! Die Logopädin hat mich wieder beruhigt und davon gesprochen, dass es viele Kinder gibt, die auch ohne Trinkprobleme einfach weniger zunehmen und dass das absolut ok wäre. Sogar ihre Tochter war so zart und immer unter dem Normalbereich. Solange Emelie zunimmt ist das normal und noch kein Grund zur Panik.
Wir haben viele Möglichkeiten besprochen und sie hat mir ein Flaschensystem vorgestellt von dem sie sehr überzeugt ist: DropIns von Playtex
In eine Hülle die unten offen ist wird ein Beutelchen mit der Milch eingsetzt und dann mit dem Sauger verschlossen. (Die Bilder erklären das wahrscheinlich besser.) Der Sauger ist der Brustwarze inklusive Vorhof nachempfunden und verhält sich auch so wie diese. Das Baby muss bzw kann den Sauger komplett in den Mund ziehen und ihn melken wie bei der Brust. Man selber kann die Saugarbeit des Babys unterstützen indem man auf den Beutel drückt,
dadurch kommt mehr Milch raus.



Wir haben das auch schon ausprobiert. Problem: Emelie kommt ja schon mit den echten Brustwarzen nicht klar. Sie kann den Unterdruck nicht halten der notwendig ist um den Nippel inklusive Vorhof im Mund zu halten um dann zu melken. Also bisher hatte ich mit der Flasche noch keinen Erfolg.
Mein Mann probiert es just in diesem Moment nochmal, mal sehen ob es klappt.
Bisher hab ich die Flaschen von Avent benutzt, da trinkt sie meist sehr langsam und saugt viel Luft.













Bei Saugübungen - ich hab mit dem Finger den Nippel in den Mund gedrückt

Die Nahrungsergänzung scheint sie ganz gut zu vertragen, nur das Käckerchen ist etwas schwieriger aber noch akzeptabel wie ich finde. Mal sehen wie sich das aufs Gewicht auswirkt. Ich massiere Emelie jetzt meist vor dem Essen im Gesicht wie es mir die Logopädin gezeigt hat. Ist wohl nach dem Castillo-Morales Konzept??? Bin mir da aber gar nicht mehr so sicher, es gab soviel Info - zwischendurch kommen mir neue Tipps und Tricks hoch, die ich von der Logopädin bekommen habe. Oder auch von der Krankengymnastik bei der ich Donnerstags morgens, vor meinem Arzttermin, gewesen bin. Bin wirklich viel unterwegs gewesen Donnerstag und Freitag. Freitag nachmittag war ich nämlich auch noch bei einem Treffen von Frauen mit Kindern mit DS - wobei Männer wahrscheinlich auch willkommen sind. Davon werd ich aber ein andermal berichten.

Nun will ich noch eine Frage von Alex beantworten (Kommentar Vojta-Post).
Warum mache ich das mit dem Abhalten?
Es geht mir nicht um frühkindliche Sauberkeitserziehung. In erster Linie geht es darum, das Kind zu verstehen und auf dessen Bedürfnisse einzugehen (Kommunikation Mutter-Kind).
Außerdem ist mir der Gedanke zuwider, dass mein Kind mit "Toilette am Arsch" rumläuft um es mal krass auszudrücken. Die Kleinen müssen sich auch erst an die Windeln gewöhnen um es mit 2-3 Jahren dann wieder abgewöhnt zu bekommen. Desweiteren sind Windeln eine absolute Umweltsünde wenn man überlegt wieviele man braucht und welche Materialien verarbeitet werden. Ok, man könnte auch auf Stoffwindeln umsteigen, aber das Waschen ist wieder Arbeit (die Zeit verbringe ich lieber mit meinem Kind) und verbraucht Ressourcen. Dazu habe ich das Buch von Ingrid Bauer "Es geht auch ohne Windeln" gelesen und im Internet hab ich die Seite www.topffit.de gefunden. Ingrid Bauer ist sehr extrem, da gefiel mir die Topffit-Variante besser. Und das Abhalten wird von Emelie gut angenommen. Wir sehen darin auch keinen Zwang, wir freuen uns, wenn wir eine Windel nochmal anziehen können, da sie noch schön sauber ist. Denn wer zieht seinem Kind eine nasse Windel nochmal an, wenn auch nur wenig Pipi drin ist.


Mittwoch, 4. Februar 2009

Vojta

Ich hab gestern mit der Therapeutin gesprochen und sie hat mir dann eine andere Übung gezeigt bei der der Körper nicht allzusehr unter Spannung steht. Danke für das Mut machen sich auch mal gegen die "Autorität" zu stellen, das ist nicht so mein Ding (ich denk immer: die muss es ja wissen). Bei der neuen Übung werden jetzt die Bauchmuskeln trainiert. Ich glaub ich mache dabei was falsch, denn Emelie bewegt die Beine nicht wie sie es tun sollte. Hm, bin ja morgen zum Glück direkt nochmal da, da lasse ich mir den Druckpunkt nochmal genau zeigen.

Habe gerade mit einer Frau gesprochen, die ich im Geburtsvorbereitungskurs kennengelernt habe. Ihre Tochter ist 2 Tage jünger als Emelie, sie kam per Kaiserschnitt auf die Welt. Ich werde wohl mal mit ihr Spazieren gehen. Wenn sie mir so erzählt, dass Paula 160 ml trinkt und sich alle 3 Stunden meldet um zu trinken wird mir ganz anders. Emelie trinkt maximal 100 ml und das alle 4 Stunden wenn ich sie wecke und es ihr praktisch andrehe. Oftmals merkt sie dann auch, dass sie Hunger hat und trinkt fleißig. Wenn sie aber keinen Hunger hat, dann krieg ich sie mit Müh und Not dazu 40 ml zu trinken oder die Flasche landet im Flaschenwärmer für ne Weile. Heute hatte ich sie auch mal wieder an der Brust, nachdem sie schon 50ml aus der Flasche getrunken hatte - leider ohne wiegen, zur Kontrolle - das hat sie unheimlich genossen und ausgiebig gesaugt. Sie wollte dann aber, keine halbe Stunde später, noch was trinken und hat aus der Flasche nochmal 40 ml getrunken.
Morgen hab ich den Termin zur U3, bin mal gespannt ob Emelie genug zugenommen hat. Vielleicht gibt die mir was zum zufüttern. Das macht mich ganz verrückt. Ich hab Angst sie verhungert und ich kann nichts dagegen tun.Die Bilder sind von gestern Abend. Wenn ich Emelie stille, will Fipsy möglichst nahe dabei sein. Schließlich bekommt sie, wenn schon nix zu essen, wenigstens ein paar Streicheleinheiten.

Montag, 2. Februar 2009

Anstrengend

Eigentlich wollte ich heute mal Hemden bügeln. Da wurde aber nix draus, Emelie hat sich heute mal so richtig quer gestellt. Das sonst so verschlafene kleine Wesen hat mich ganz schön auf Trab gehalten. Sie hat zwar immer mal wieder geschlafen, ist aber jedesmal weinend aufgewacht nach ner halben Stunde. Dann hab ich mich einfach mal neben sie gesetzt, abwechselnd gesurft und sie im Arm gehalten.
In einem weniger grantigen Moment hat sie sich recht lange mit ihrem Mobile beschäftigt. Die süße Maus schubst es selber mit der Hand an und wundert sich dann, dass sich die Figuren bewegen. Ich bin echt mal gespannt wann sie kapiert, dass sie die Ursache für die Bewegungen ist.
Hier ist noch ein richtig gut gelungenes Bildchen wie ich finde.

Inzwischen schläft sie, sie hat es noch nicht mal mehr geschafft 40 ml leerzumachen. Wir füttern inzwischen in kleinen Portionen und das war die 2. Portion der letzten Mahlzeit. Das war heute kein guter Tag!
Ich hoffe nur morgen wird besser.

Morgen gehen wir schon in aller Frühe zum Turnen. Da werd ich der Therapeutin mal sagen, dass ich die Vojtaübung nicht mehr machen kann und will. Ich hab Emelie am Samstag wohl in einem falschen Moment erwischt, oder ich mache was falsch. Sie hat so geschrien, dass die Nase geblutet hat. Das war traumatisch.
Tom macht die Übung jetzt abends wenn er von der Arbeit kommt, ich geh dann am liebsten mit dem Hund gassi, damit ich Emelie nicht weinen höre.

Sonntag, 1. Februar 2009

Einladungen

Heute waren wir zu einem Geburtstagsbrunch eingeladen. Die Gastgeberin wurde 30 und hat eine Tochter, Helena Sophie, die inzwischen fast 6 Monate alt ist.
Brunchen tun wir sehr gerne, außerdem ergreif ich zur Zeit wirklich jede Möglichkeit mal aus dem Haus zu kommen bzw. unter Leuten zu sein.
Also haben wir zugesagt.
Jetzt hat mich aber die ganze Zeit schon der Gedanke gequält ob wir dann vom Down Syndrom erzählen sollen oder nicht. Schließlich sind bei solchen Feiern auch Leute anzutreffen, die man überhaupt nicht kennt. Wenn aber jemand auf das Thema Gesundheit kommt kann ich mich meist gar nicht zurückhalten, bisher war das zumindest so (unter Freunden). Heute morgen haben wir noch darüber gesprochen, Tom meinte nämlich, dass wir das einfach sagen sollen wenn jemand viel nachfragt, so mit dem Fütterproblem oder wegen den etwas auffälligen Augen. Man will ja den Leuten auch nicht die Feier verderben, schließlich erwartet man betroffene Gesichter, Mitleid und solche Reaktionen. Nun hat mir aber eine Freundin vor kurzem gesagt, dass sie, nachdem ich sie aufgeklärt habe, darauf geachtet hätte, wie ich damit umgehe. Also sind wir zu dem Schluß gekommen, dass wir es ganz beiläufig erwähnen sollten, so als würde man von einer Magenverstimmung oder der Erkältung von letzter Woche erzählen. "Uns gehts gut, wir waren letzte Woche erkältet, Emelie hat das Down Syndrom und nächstes Wochenende fahren wir zu den Schwiegereltern."
Ich glaube das kann ich so noch nicht. Für mich ist das im Moment noch viel zu wichtig, darüber muss ich ausführlicher reden, wahrscheinlich brauch ich das noch für mich.
Insgeheim haben wir ja gehofft das noch ein behindertes Kind da sein würde. - Es waren 7 Kinder da, ein Behindertes, das war Emelie und keiner hat davon erfahren.

Ist schon komisch von Emelie als behindert zu denken, sie ist noch so klein, davon merke ich einfach noch gar nix. Ich hab ja keinen Vergleich, für mich ist das alles normal. Frei nach dem Motto: andere Kinder haben auch Trinkprobleme.
Hab vor kurzem aber eine Frau kennengelernt, deren Tochter schon 2 Jahre alt ist und auch ein Chromosom mehr hat. Die hat mir empfohlen gleich einen Schwerbehindertenausweis zu beantragen. Der Gedanke daran haut mich immer noch aus den Latschen. Sie meinte eben wegen den Vergünstigungen und so. Klar, ich muss meine behinderte Tochter begleiten, ich darf umsonst ins Schwimmbad - mein Baby muss ich doch auf jeden Fall begleiten! Irgendwie komme ich mir dann wie eine Betrügerin vor. Es ist ja auch nicht so, dass wir darauf angewiesen wären. Solange die Krankenkasse die Therapien bezahlt kommen wir gut über die Runden, wir haben uns ja auf ein Baby eingestellt. Ich mein, ich werd den Ausweis auf jeden Fall beantragen schließlich will man ja kein Geld verschenken.

So, nun hab ich hier noch ne Aufgabe zu bewältigen. Gabriela hat mir ein, wie nannte sie es, Stöckchen zugeworfen. Dazu muss ich sagen: ich hasse Kettenbriefe! Ich schicke keine weiter und schiebe auch mein Unglück nicht auf diese (auch nicht das überflüssige Chromosom von Emelie).
Aber die mir zugeteilte Aufgabe finde ich ganz nett und da ich ja noch recht neu bin, will ich es mir auch nicht verscherzen :)
Also, ich soll das 4. Bild aus dem 4. Bilderordner posten. Hm, ich benutze iPhoto von daher nehme ich nun den 4. Event der von einem Waldspaziergang mit einer Freundin stammt, von 2007, da gab es leider noch keine Emelie. Trotzallem will ich niemandem das Bild vorenthalten, da es aber so langweilig ist, hab ich das nächste gleich noch mit dazugepackt.
So, das 4. Bild vom 4. Event nach Emelies Geburtstag ist mal wieder eins von Fipsy - die werden zwar immer seltener, aber sie hat es mal wieder geschafft sich vorzudrängeln.

Dafür kommen jetzt aber mal noch welche die ich noch gar nicht so gezeigt habe. Wir haben einen Freund der Fotograf ist, das mussten wir doch gleich mal nutzen um Bilder von meinem Babybauch machen zu lassen.
Das Shirt hat Emelie gerade an, es ist Größe 56 und es passt immer noch richtig gut. Oh, im Original ist es übrigens grün, ich wehre mich nämlich so ein bisschen gegen diesen Rosawahn (da wurde sie heute glatt für einen Jungen gehalten).

So, nun aber mal ein recht neues Bildchen von Emelie mit ihrem Papa.