Habe gerade mit einer Frau gesprochen, die ich im Geburtsvorbereitungskurs kennengelernt habe. Ihre Tochter ist 2 Tage jünger als Emelie, sie kam per Kaiserschnitt auf die Welt. Ich werde wohl mal mit ihr Spazieren gehen. Wenn sie mir so erzählt, dass Paula 160 ml trinkt und sich alle 3 Stunden meldet um zu trinken wird mir ganz anders. Emelie trinkt maximal 100 ml und das alle 4 Stunden wenn ich sie wecke und es ihr praktisch andrehe. Oftmals merkt sie dann auch, dass sie Hunger hat und trinkt fleißig. Wenn sie aber keinen Hunger hat, dann krieg ich sie mit Müh und Not dazu 40 ml zu trinken oder die Flasche landet im Flaschenwärmer für ne Weile. Heute hatte ich sie auch mal wieder an der Brust, nachdem sie schon 50ml aus der Flasche getrunken hatte - leider ohne wiegen, zur Kontrolle - das hat sie unheimlich genossen und ausgiebig gesaugt. Sie wollte dann aber, keine halbe Stunde später, noch was trinken und hat aus der Flasche nochmal 40 ml getrunken.
Morgen hab ich den Termin zur U3, bin mal gespannt ob Emelie genug zugenommen hat. Vielleicht gibt die mir was zum zufüttern. Das macht mich ganz verrückt. Ich hab Angst sie verhungert und ich kann nichts dagegen tun.
Die Bilder sind von gestern Abend. Wenn ich Emelie stille, will Fipsy möglichst nahe dabei sein. Schließlich bekommt sie, wenn schon nix zu essen, wenigstens ein paar Streicheleinheiten.




liebe Sophia,
AntwortenLöschenfein, dass Du Dich eingesetzt hast und nicht alles einfach akzeptierst! Das ist sicher im Sinn von Emelie. Ich weiß, wie schwer das ist, wenn man eh schon mit einer neuen Situation zurecht kommen muß und dann auch noch viel Stärke zusätzlich aufbringen soll. Aber es ist sicher sehr wichtig, weil das kleine Fräulein ja auf Dich angewiesen ist - und sie wird es Dir bestimmt danken :-). Glücklicherweise gibt einem auch der Mutterinstinkt und die Liebe zu diesem kleinen Wesen immer wieder die Kraft durchzuhalten und weiter zu machen.
Was mir noch eingefallen ist: wir haben mit Felix vor der Operation noch gar nicht mit Physiotherapie begonnen, weil sein Herzfehler ihm sowieso schon jede Menge Kraft gekostet hat und wir ihn möglichst schonen wollten. Manchmal konnte er auch nicht genug trinken, weil er seine gesamte Energie ins Atmen gesteckt hat (weil im Blut nicht genug Sauerstoff war und die Lunge das kompensieren muss) und das hat ihn sehr geschwächt. Ich habe wie Du abgepumpt, weil ihm das Trinken von der Brust schwerer gefallen ist (und auch da weiß ich, wie viel Zeit und Nerven das zusätzlich kostet - aber ich dachte mir, die Muttermilch ist das Beste was ich ihm geben kann und dann mache ich das auch).
Ich nehme aber an, der Arzt, der die die Therapeutin vermittelt hat, weiß ja vom Herzfehler?!
Unsere Physiotherapeutin meinte, dass sie Kinder VOR der Herzoperation nie bekommen, immer erst mit gesundem Herzen, aber vielleicht ist der "Tatendrang" in Deutschland da etwas stärker...
liebe Grüße
Maria
Liebe Sophia,
AntwortenLöschenich verfolge fleißig Deinen blog und finde es großartig, wie gut Du Dich zurecht findest! Ich bin Mama von 3 kleinen kids (4J, 2,5 J und 7 Mon.) und kann Dir bestätigen, dass man auch als Mutter von "Regelkindern" häufig von Ängsten, Sorgen und Zweifeln geschüttelt ist. An ein Baby muss man sich erst gewöhnen, und das unabhängig davon, ob es 46 oder 47 Chromsomen hat!
Es ist eine sehr gute Idee, Dich mit anderen Müttern zu treffen, vllt. zu Babykursen (PEKIP etc.) zu gehen, denn das neue Leben ist doch noch sehr ungewohnt, anfänglich ist man zudem oft sehr isoliert, weil man vllt. wenig Freunde in der gleichen Lebenssituation hat.
Dann möchte ich noch gerne was zum Thema Baby mit DS sagen. Was ich ganz umwerfend fand, war, was Kele geschrieben hat, wie sie sich mit der Situation angefreundet hat: http://presleyandt21.blogspot.com/ (dort unter Mommy's story). Einfach klasse!
Ich selbst bin ganz durch Zufall in diese "Welt" geraten, denn selber habe ich kein DS-Kind. Was mich allerdings sehr angezogen hat, ist, dass DS-Kinder offensichtlich meist unglaublich tolle, sympathische Eltern haben! Es ist wie in dieser Geschichte, die Claudia (Mia's blog) gepostet hat: ob sich Gott für diese besonderen Kinder immer ganz besondere Eltern aussucht oder aber diese besonderen Kinder ihre Eltern erst dazu machen, ist dabei eigentlich unerheblich. Ich habe im Freundeskreis eine Mama, die ein DS-Kind hat. Ich dachte früher immer, wieso hat ausgerechnet diese wundervolle, stets fröhliche, offene, unglaublich sympathische Frau so ein Pech gehabt? Mittlerweile weiss ich, dass es alles Andere als Pech ist, ein DS-Kind zu haben. Und ob sie vorher schon so toll war oder erst durch ihre Tochter dazu gemacht wurde, ich weiss es nicht, ich kannte sie vorher nicht. Fakt ist, diese Geschichte scheint wirklich zu stimmen.
Wenn ich lese, dass Du auf Geburtstagen nichts davon erzählen magst, dass Emelie DS hat, um den Leuten nicht DEN ABEND ZU VERDERBEN, dann bricht es mir das Herz!!! Sie ist so ein wundervoller kleiner Mensch und erstmal hat sie nur 1 Chromosom mehr und ein Herzproblem, alles weitere wird sich zeigen. Heutzutage wird durch die Frühföderung soviel erreicht, es sind nicht mehr die DS-Kinder, die unsere Eltern noch kannten. Ich war letztens auf einer Geb.feier da spielte ein sehr nettes Mädchen Querflöte als Geb.ständchen, hinterher habe ich mich mit ihr noch unterhalten, sie ist einfach unglaublich nett! Sie war letztens mit auf einer Jugendfreizeit, und am Ende wollte, als alle für eine Aufführung probten, unbedingt das allercoolste Mädchen der Clique mit ihr ein Duett singen.
Regelkinder und DS-Kinder haben überhaupt keine Berührungsängste. Sie mögen sich und spielen problemlos miteinander. Gestern war ich noch auf einer Geb.feier, wo auch die Freundin mit der DS-Tochter war, unsere Kinder freuen sich immer riesig, sie zu sehen und spielen gerne mit ihr. Sie fragen sogar häufiger nach ihr, obwohl wir sie leider nur ganz selten treffen! Kinder sehen wirklich noch mit dem Herzen, ganz ohne anerzogene Vorurteile.
Zu Vojta: ich kenne mich natürlich mit sowas nicht wirklich aus, aber es klingt irgendwie so archaisch, irgendwie nach Mittelalter.. Manchmal denke ich, wenn wir in 30 Jahren zurückblicken, und es sich vllt. herausgestellt hat, dass diese Art doch nicht das Maß aller Dinge war - dann wurden die Kinder damit aber ziemlich gequält :-( Insofern finde ich es auch gut, dass Du was gesagt hast! (Aber wie gesagt, ich habe da wenig Ahnung, vllt. sagen Mamas von DS-Kindern, dass es ihre kids entscheidend voran gebracht hat..?)
Und als letztes zum trinken: es gibt kein Bild davon, daher weiss ich nicht, ob Du den Habermann-Sauger verwendest? Wir hatten ihn jedes Mal anfänglich, weil er, wenn man zufüttert, nicht zu Saugverwirrung führen soll. Ich fand immer klasse, dass man den Zufluss regeln kann, so dass ich bestimmen konnte, ob sich mein Baby anstrengen soll (um es müde zu machen) oder nicht (um möglichst viel Nahrung hinein zu bekommen). Im Beipack-Zettel stand, dass er vor allem für DS-Kinder sei (und bei ihnen der Trinkvorgang immer etwas länger dauern würde als bei Regelkindern).
Als letztes muss ich aber doch noch fragen (weil es, glaube ich, nirgendwo in Deinem blog steht:) warum machst Du dieses Abhalten??
So. Viel auf einmal .-)
Alles Liebe weiterhin, für Dich und Deine zuckersüße Maus - Alex
WOW soviel zu lesen. :)
AntwortenLöschenDanke, ich freue mich sehr über soviel Anteilnahme.
Oh nein! Leider ist mein Computer abgeschmiert und mein Kommentar wurde gelöscht. Ich hoffe sehr, dass ich alle deine Fragen mit meinem nächsten Post beantworten kann.
Liebe Grüße
Sophia