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Montag, 4. Oktober 2010

Terminverschiebung

Der MDK kommt nun doch erst am Mittwoch. Bzw. die MDK(???), es ist nämlich eine Frau Bender die bei uns vorbeischaut. Jetzt hab ich immerhin noch 2 Tage Zeit um mal sowas wie ein Pflegetagebuch zu erstellen. Das ist ja mal gar nicht so einfach. Wir tragen nämlich zur Zeit keine Armbanduhren, die sind mit Baby nämlich äußerst störend und Wanduhren haben wir auch nicht in jedem Zimmer. Und dann immer zu gucken wie lange man für alles braucht... ätzend. Zur Zeit macht es sowieso mein Mann, was man ja aber laut Pflegegeldfibel gar nicht erwähnen soll. Aber wie soll ich denn sagen, dass ich 2 Wochen nach einem Kaiserschnitt, mein 10 Kilo schweres Kind versorge. Ok, in 2 Wochen ist der Luxus sowieso vorbei, da endet nämlich die Elternzeit von Tom und ich bin wieder auf mich alleine gestellt. Hehe, dann wirds spannend. Was mach ich nur mit Emelie wenn ich mit Marian zur U3 muss? Die wird wohl immer mit dabei sein, außer meine Mutter hat mal Zeit, oder Andrea oder sonstwer da draußen... Ich bin frohen Mutes, dass das klappt, schließlich haben wir schon ganz andere Herausforderungen gestemmt und als nächstes kommt jetzt sowieso erstmal der oder die MDK-Tante dran.

Emelie musiziert mal wieder und unseren kleinen Marian lässt das total kalt.
Der ist eher geplagt von seinem geblähtem Bauch. Dabei esse ich gar nichts was bläht und trinke kannenweise!!! Fenchel-Kümmel-Anis Tee. Zum Glück mag ich das Zeug ganz gern, doch nach 4 Tagen nix anderem trinken mach ich doch auch mal wieder ne Pause, wo es ja anscheinend auch gar nicht so wirklich hilft.
Das Stillen klappt übrigens besser, allerdings tut es auf der rechten Seite weiterhin mächtig weh (und nicht nur am Anfang), aber es ist erträglich geworden. Ich hab zwischendurch auch nicht mehr abgepumpt. Bin aber Dauer-User der Multi-Mam Kompressen, die super helfen.

Sonntag, 9. August 2009

Fast weg

So, die Milch bin ich nun fast los. Nur noch morgens ein bisschen was abpumpen und abends bisschen ausstreichen. Phytolacca hilft da wohl auch ganz gut.

Emelie macht sich prächtig. Sie ist super aktiv und beschwert sich nun auch mal wenn ihr was nicht passt, soviel zu unserem zufriedenen Baby. Jetzt muss sie allerdings einiges aufholen. Schließlich kann sie sich noch nicht drehen. Wir machen auch schon eifrig Krankengymnastik und da hab ich feststellen müssen, dass sie viel besser mitmacht wenn ich nicht dabei bin. Zumindest war das beim letzten mal so. Wir werden das nochmal ausprobieren. Sie hatte eben spitzgekriegt, dass wir sie in Ruhe lassen wenn sie schreit. Vor der OP war das zumindest so, damit ist jetzt aber schluß, jetzt lassen wir sie heulen und nach ner Weile gibt sie dann auf.

Wir tragen sie inzwischen auch wieder ganz viel im Tragetuch, allerdings hängt sie da oftmals ganz schief drin, selbst wenn ich es richtig straff gebunden habe. Wenn sie wach ist und ne Pause braucht, lässt sie sich einfach auf eine Seite hängen. Das sieht dann nicht so gesund für den Rücken aus. Wir tragen meist in der Wickelkreuztrage oder so ähnlich. Ich rolle den oberen Rand um, damit ich eine Nackenstütze habe, das hilft aber nur bedingt. Sie liebt es allerdings im Tuch, manchmal wird sie nachts wach und sucht förmlich nach mir und wundert sich warum sie die Beine bewegen kann. :) Vor ein paar Tagen waren wir bei I*EA, da hat sie es stundenlang im Tuch ausgehalten, sie macht wirklich alles super mit bisher. Man merkt ihr richtig an wie anstrengend es für sie ist, die ganze Zeit den Kopf zu halten und meine Bewegungen auszugleichen. Ist es für Kinder mit DS gut getragen zu werden? Manchmal denke ich es wäre doch viel besser wenn sie die Beine frei bewegen könnte und der Rücken gestreckt wäre. Wobei gerade erwachsene Menschen mit DS oftmals ein Hohlkreuz haben... Vor lauter nix falsch machen wollen, weiß man gar nicht mehr was man überhaupt noch machen soll.

Ich muss nochmal zum Arzt gehen, es sieht so aus, als würde noch ein Rest Faden aus der Wunde schauen und Tom ist deswegen etwas beunruhigt. Also werd ich morgen früh mal mein Glück beim Arzt versuchen, ich hoffe nur dort nicht zu lange warten zu müssen.

Donnerstag, 6. August 2009

Abstillen

Also...
Danke für die vielen Zuschriften. Ich hab mich durch niemanden unter Druck gesetzt gefühlt, das war alles ich selbst oder vielleicht mein Mann, der das aber auch nicht so gemeint hat.
Ich fühle mich nicht schuldig im Moment. Es geht mir sogar richtig gut mit meiner Entscheidung.
Jetzt hab ich nur ein Problem: wie werd ich die Milch los! Ist ja gar nicht so einfach, ich kann ja nicht einfach aufhören abzupumpen und wenn ich abpumpe stimoliere ich ja wieder die Produktion...
Ich pumpe jetzt nur ab wenn ich merke, dass ordentlich Druck da ist. Dann streiche ich die Knoten mit der Hand raus (meistens morgens) und pumpe nur solange bis alles wieder geschmeidig ist. Mit 3mal am Tag bin ich dabei. Nun kommen aber jedesmal die 90 ml zusammen die ich vorher auch schon hatte. Nebenbei trinke ich auch noch Pfefferminztee, das soll den Milchfluß ja auch reduzieren. Vielleicht geh ich mal in der Apotheke fragen ob die mir was homöopathisches empfehlen können.

Sonntag, 2. August 2009

Aufgegeben

Das Stillen klappt nicht und nach einigen Tagen Bedenkzeit die ich mir gegeben hatte, hab ich mich entschieden es nicht weiter zu versuchen. Ich hab einfach kein Bild vor Augen dass es funktioniert und Emelie an meiner Brust trinkt.
Wenn ich mich entspannt mit ihr hinsetze um sie zu stillen ist die Ruhe weg sobald sie mir, mit ihrem zum Glück noch zahnlosen Mund in die Brust kneift.
Ich kann den Stress nicht mehr tragen, vielleicht bin ich jetzt ein Versager weil ich es nicht noch mehr probieren will, aber ich kann es auch nicht.
Dann denke ich, dass ich es vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt probieren sollte wenn die Krankenhauszeit nicht mehr so präsent ist, wenn ich wieder Kraft schöpfen konnte.
Daraus wird aber nichts, ich möchte auch nicht mehr abpumpen.
Es geht mir nämlich so richtig auf die Nerven. Ich wache morgens auf und denke: ich muss abpumpen. Da hab ich Emelie im Tragetuch und die Uhr sagt schon wieder, dass ich eine halbe Stunde überfällig bin. Ich möchte weggehen und muss vorher aber noch abpumpen, dann muss ich wieder nach hause, weil ich abpumpen muss, vorm schlafen gehen muss ich abpumpen.
Es ist auch nicht so, dass ich Überschuss produzieren würde, nicht mehr. Emelie inhaliert die Flaschen ja fast schon. Wenn ich alle 4 Stunden abpumpe schaffe ich Portionen á 90 ml ca. Damit hab ich dann ungefähr 600 ml (nachts hab ich Pump-Pause). Emelie trinkt aber inzwischen schon 750 ml am Tag. Da brauch ich schon meine Tiefkühlvorräte um das auszugleichen. Und wann schaffe ich es schon wirklich alle 4 Stunden abzupumpen, oder sogar öfter um den Milchfluss zu steigern.
Sie hatte jetzt zumindest mal die ersten 7 Monate Muttermilch (mit den Tiefkühlvorräten schaffen wir wahrscheinlich sogar 8), das ist was ich ihr geben kann. Man liest es hier wahrscheinlich raus, dass ich mich schuldig fühle weil ich nicht mehr geben kann. Es gibt schließlich Frauen die haben es Monatelang versucht und immer wieder ihr Baby angelegt. Ich kann das nicht. Emelie schreit die ganze Zeit und macht noch nicht mal Anstalten zu trinken... Das ist zu hart für mich.

Lieber bin ich entspannt und verbringe die Zeit mit ihr. Zum Beispiel mit Turnen oder Spaziergängen oder spielen, singen etc. Mir wird schon was einfallen.
Und jetzt starten wir mal so richtig mit Brei durch. Damit die Kleine auch mal was auf die Rippen bekommt. Und zusätzlich gibt es dann eben noch eine Muttermilchersatznahrung wie Apta*mil oder BE*BA.

Mittwoch, 29. Juli 2009

Endlich wieder daheim!

12. Post-OP Tag

Juhu, wir durften wieder nach hause. Dort sitze ich jetzt auch schon und poste.
Danke an alle die an uns gedacht haben. Unser Kind gilt jetzt nicht mehr als Herzkrank. Das ist soooo super.

Ich freu mich schon auf mein eigenes Bett, endlich wieder Platz! Und Emelie ist trotzdem ganz nah bei uns.
Und das Anlegen an der Brust kann ich auch in Ruhe probieren. Gestern war eine Stillberaterin bei uns und hat mir viele Tipps gegeben. Ich muss viel rabiater sein, meinen Willen mehr durchsetzen. Emelie muss wissen, dass ich will, dass sie an der Brust trinkt. Da muss ich sie überzeugen. Ich soll sie vor jeder Mahlzeit 5 Minuten pro Seite anlegen auch wenn sie schreit. Das ist ja nicht so meins, aber da muss ich durch... oder es wird nix mit dem an der Brust trinken.
Jetzt muss ich mir nur noch einen Zeitraum überlegen. Wie lange will ich es probieren? 2 Wochen, 1 Monat, 2 Monate? Morgen ruf ich nochmal die Stillberaterin an, die ich hier schonmal kontaktiert hatte und frag sie, ob sie mich unterstützen kann.
Und jetzt koch ich uns mal was leckeres!

Donnerstag, 7. Mai 2009

BES

ist die Abkürzung für das Brusternährungsset. Unsere erste Erfahrung damit war alles andere als erfreulich. Bei der Stillberaterin hat das so einfach ausgesehen.
Erstens ist es schon schwierig für mich den richtigen Moment dafür zu finden, denn Emelie soll schon ein bisschen Hunger haben, aber eben nicht zuviel. Außerdem brauche ich Ruhe und die Muse dazu.
So, am Sonntag war es dann mal soweit. Ich hab mich mit der Befestigung der Schläuche und so weiter beschäftigt. Bis dann alles richtig saß, hatte Emelie dann doch einen Mordshunger und war viel zu ungeduldig um es wenigstens zu versuchen. Sie war allerdings auch viel früher dran als sonst. Dann kann ich auch nicht wirklich eine bequeme Position finden, irgendwie fühlen wir uns beide nie so richtig wohl, es verrutscht immer alles, oder es kneift irgendwo. Nachdem Emelie dann nur noch geweint hat, hab ich alles wieder ins Fläschchen gefüllt und gefüttert wie immer.
Hm, jetzt warte ich schon seit Tagen wieder auf den richtigen Moment... vielleicht versuche ich es heute bei der 5 Uhr Mahlzeit mal.

Freitag, 1. Mai 2009

Nachuntersuchung

Am Montag hatten wir einen Temin bei der Ärztin des Reha-Zentrums. Hier in der Region ist das sehr gut organisiert, man geht in dieses Zentrum und bekommt dann die gesamte Förderung wie Krankengymnastik, Ergotherapie und Logopädie aus einer Hand. Die Therapeuten tauschen sich untereinander aus und ein Arzt checkt das Kind regelmäßig. Und am Montag war eben wieder der Arzt dran. Frau Dr. Abelitis war hellauf begeistert von Emelie. Ok, der Muskeltonus ist im Brustbereich schlecht, die Kleine bewegt die Arme nicht so gerne, aber da arbeiten wir dran. Die Beine sind bei Emelie ja immer aktiv, inzwischen hebt sie die auch schon ganz schön lange an und sie dreht sich alleine auf die Seite. Zur Bauchlage braucht sie nur noch einen kleinen Schubser *neidisch zu Paul guck*:)
Die Ärztin war aber vor allem von Emelies geistiger Entwicklung begeistert. Emelie ist sehr interessiert und scheint schon unheimlich viel zu begreifen. Ich geb ihr zuhause immer einen Stupser an die Füße und sag: Nimm die Beinchen hoch, Emelie. Da hebt sie die auch an und streckt sie in die Höhe. Bei der Untersuchung hab ich nur geredet ohne Impuls an den Füßen und meine Maus hat die Beine hochgestreckt, da war ich, mächtig stolz, nur noch am grinsen und der Doc hat sich bald nicht mehr eingekriegt. "Sie reden ja schon so richtig mit ihrer Tochter... das ist so super, wie sie das machen... Sie beide haben wirklich eine tolle Bindung, da spürt man richtig das Verständnis..."
Obwohl es nicht so richtig klappt mit dem Abhalten (zumindest was Pipi angeht :( ) verstehen wir uns super gut.
Das war mein höchstes Hoch, diese Woche.

Tief ist nämlich mal wieder die Trinkmenge der Kleinen, sie will nicht richtig trinken. Wir hatten das Maltodextrin ein bisschen erhöht, bzw. hab ich endlich mal auf einer Teewaage wiegen können, wieviel Messlöffel 1 Gramm ist. Und dementsprechend haben wir dosiert, was mehr war als bisher. Die Frage die sich mir dann gestellt hatte, war das Hungerfühl, wie wird es befriedigt, durch Menge, oder Dichte der Nahrung? Und wie lange hält das Sättigungsgefühl an? Da geh ich aber lieber wieder runter mit der Maltodextrinmenge, da es mir lieber ist, dass sie mehr trinkt auch wenn es nicht so Kalorienreich ist.

Am Donnerstag war ich auch endlich mal bei einer Stillberaterin. Wir haben viel auch über meine Zweifel gesprochen, im Moment kann ich es mir ja nicht leisten das Emelie weniger trinkt. Wir haben beschlossen, dass ich die Kleine erstmal mit dem Brusternährungsset wieder an die Brust gewöhne, so kann ich weiterhin Dinge zusetzen und die Medikamente mit der Milch geben und hab nicht den Druck der Menge. Das probieren wir jetzt aber immer nur zwischendurch mal aus, wenn wir ganz viel Zeit und Muse haben. Nach der OP, wenn sich ihr Körper wieder normalisiert hat, steigen wir dann voll ein. Ich werd mir eine Deadline setzen und wenn es bis dahin nicht klappt werd ich eben bei der Flasche bleiben, ob ich dann noch abpumpe oder Nahrung kaufe, werd ich dann sehen. Außerdem woll ich ihr auch mal nur die "Sahne" meiner Milch mit dem Löffelchen geben, das haben wir heute auch schon ausprobiert.

Donnerstag, 5. März 2009

Verzweiflung und Erfolge

Essstörung war für mich vor meiner Schwangerschaft nie ein Thema. Doch plötzlich konnt ich nichts mehr essen, hab alles erbrochen bis zum Schluß. Sogar im Kreissaal hab ich erbrochen, am Tag danach auch noch, da ich mir einen Magen-Darm-Virus eingefangen hatte. Vomex ist mein Freund!

Jetzt macht Emelie so weiter. Seit ihrer Impfung trinkt sie richtig schlecht nur noch in 10 ml Etappen, es ist so nervig, dass ich gar nicht mehr dran denke die Mengen aufzuschreiben. Die Impfung ist jetzt genau eine Woche her. Gestern war es wirklich zum heulen, ich pumpe jede Menge ab (es ist nicht wirklich viel, aber es ist immer mehr als sie trinkt) und Emelie will nichts trinken. Sie schreit zwar plötzlich auf und zwar richtig laut, trinkt aber dann nur 20 ml und das wars. Dabei hatte ich extra gewartet bis sie sich meldet, schließlich will ich ihr nicht das Hungergefühl kaputt machen. Aber unser kleine Maus meldet sich eher für Pipi und Kacka als fürs Essen.
Gestern abend war dann für uns gestresste Eltern ein Konzertbesuch angesagt. Ich war schon so verzweifelt wegen dem Essen, dass ich gar nicht wusste ob ich dahin gehen soll. Der Babysitter hat mich allerdings überredet zu gehen, da es mir ja nur guttun würde und wir beide, Emelie und ich, davon nur Nutzen haben werden. Also bin ich gefahren, mit mulmigem Gefühl im Bauch und etwas angespannt, aber das hat sich nach 2 Songs gelegt und ich konnte mich an dem Konzert erfreuen. Ich hatte zwar die ganze Zeit das Handy in der Hand, da der Empfang so schlecht war und ich ein Klingeln auf keinen Fall verpassen wollte.
Man kann nichts erkennen und das liegt bestimmt nicht daran, dass Anett Louisan so klein ist :)

Auf jeden Fall hat die kleine Nudel dann mal schön getrunken 120 ml, nicht an einem Stück, in 30 ml Etappen (also immer mit "Zubereitung" dazwischen - Mumi, Zusätze rein und erwärmen). Sie hat wohl mehrere Male geweint weil sie Kacka musste, das war so eindeutig, dass der Babysitter das sogar verstanden hat. Leider war sie nicht schnell genug, aber Emelie lernt das bestimmt auch noch ein bisschen zu warten. Und der Babysitter wird ja auch mal routinierter, dann klappt das bestimmt, da bin ich sicher. Klasse, oder? Ich bin richtig stolz und freu mich total, dass die Beiden sich "verstehen". Beim dritten Mal schreien war es dann der Hunger und sie hat gut getrunken. Das hat zwar die Tagesmenge nicht mehr wirklich retten können... ach was sag ich da... dadurch kam sie dann wenigstens auf 300 ml am Tag.

Heute konnte ich auf jeden Fall mal wesentlich entspannter an die Sache rangehen und meine Maus hat heute morgen ziemlich rasch ihre 100 ml weggetrunken. Dann geschlafen und bei der Krankengymnastik richtig toll mitgemacht. Ich war hin und weg. Sie lag da auf dem Bauch und hielt das Köpfchen als wäre es nichts. Sie hat zwar ordentlich gestöhnt, aber nicht geweint dabei hat sie eine halbe Stunde gearbeitet. Danach war sie natürlich erschöpft und hat geschlafen. Alos kann das mit dem nicht Trinken wollen nicht das Herz sein, sonst würde sie ja auch nicht turnen können, das ist ja auch anstrengend.
Nach dem Sport und ner guten Runde Schlaf war ich gerade am abpumpen als sie wach wurde. Es konnte Hunger sein, also hab ich sie einfach mal angelegt und sie hat gesaugt, ganz ohne Stillhütchen. Leider war die Brust schon so gut wie leer, da hab ich auf der anderen Seite angepumpt zur Nippelvorbereitung und sie hat wieder angesetzt. Das hat dann aber nicht mehr so gut geklappt (auch mit Hilfe eines Stillhütchens hat sie ärgerlich geschrien).
Ich hab trotzdem fast geheult vor Freude :)
Sie musste dann noch Medikamente nehmen, also hab ich ihr ein Fläschchen fertig gemacht, da hat sie dann noch 40 ml getrunken. Da es so gut lief und ich ja nicht wusste wieviel sie von der Brust getrunken hat, hab ich noch was erwärmt und sie hat davon nochmal 30 ml getrunken. Dann war es wohl doch durch die Impfung und der Stress durch den Besuch bei meinen Schwiegereltern, von dem ich noch gar nicht erzählt habe.
Dazu kann ich nur sagen: es war schön, anstrengend, stressig, und nervig.
Schön, da wir viele Freunde getroffen haben und dort endlich mal unser kleines Geheimnis loswerden konnten :) Ich hab bisher noch nicht so oft (in diesem kurzen Zeitraum) Leuten vom Down Syndrom unserer Tochter erzählt. Am Ende war es aber sehr befreiend, schließlich sind es Freunde und man macht sich dann nicht mehr die Gedanken wie sie wohl reagieren werden. Aber wir wollten es ja unbedingt persönlich mitteilen.
Anstrengend, weil es mit einer 5-stündigen Fahrt verbunden war. Zwischendurch haben wir natürlich Pausen gemacht um Emelie zu füttern und sie mal aus der beengenden Babyschale zu befreien.

Das klappt sogar unterwegs - Im Wickelraum eines Rasthofs.

Nervig, da die Eltern so unflexibel, stur und ständig nur am Jammern sind. Außerdem haben die schon wieder die Diskussion Amniozetese zur Sprache gebracht. Diesmal war ich sehr deutlich, dass es da für mich nichts zu diskutieren gibt und wir bitte ein anderes Thema besprechen sollen von dem wir mehr Nutzen haben.
Stressig, weil Emelie eben die ganze Zeit schlecht getrunken hat und wir den Eltern meines Mannes den Herzfehler verschwiegen haben bisher. Alle Symptome werden mit dem Down Syndrom erklärt.

Hier noch ein älteres Bild, das ich gerade auf meinem Handy gefunden habe. Ich nenne es: "Der Wächter"

Montag, 19. Januar 2009

Das Best kommt noch!

So, Emelie schläft. Um 11 Uhr sollte sie sich melden mit ganz viel Hunger, ansonsten wird sie eben von mir wieder mal geweckt, dass sie was in den Bauch bekommt.

Eigentlich hätte sie jetzt einen Termin zur Krankengymnastik, aber ich bin krank und zwar richtig heftig. Hab wohl eine Grippe. Ich hoffe nur, dass ich Emelie nicht anstecke. Aber über die Muttermilch bekommt sie wohl die notwendigen Antikörper, das hoffe ich zumindest inbrünstig.

Dieses Wochenende hat uns mein Mann, Tom, ganz toll versorgt. Da gab es für Emelie fast nur Fläschchen. Er hat leider nicht so den Dreh raus, wie man sie zum trinken bekommt, da ist dann meist nach max. 50 ml Schluß. Da hat sie sich aber ganz schnell wieder gemeldet (*freu* das macht sie sehr selten). Sie hatte praktisch dauernd Hunger. Gestern abend hab ich dann mal das Füttern übernommen und Tom hat zugeschaut, damit er mal meine Tricks lernt. Da hat sie fast 125 ml getrunken. Danach war sie so platt, dass sie direkt eingeschlafen ist. Sogar beim Pyjama anziehen ist sie nicht aufgewacht.
Tom hatte auch dauernd Milchreste in der Flasche, was mich tierisch ärgert. Ok, er trinkt die Reste meist selbst - er steht auf Muttermilch, denn sie schmeckt nach Vanille. Aber ich hab schon ganz wunde Brustwarzen vom vielen Abpumpen und mit Emelie rumprobieren, dass sie mal ohne Stillhütchen trinkt und er vergeudet das Zeug.
Oh, ohne Stillhütchen kann sie trinken wenn ich meine Brustwarze vorher präpariere :) Ich muss nur ein bisschen die Milchpumpe benutzen, dann steht der Nippel schön und sie kann ihn fassen, aber das tut höllisch weh. Ich weiß nicht ob sie falsch saugt oder ob das normal ist, ich hab ja leider keinen Vergleich. Von der Menge her ist es dann aber trotzdem noch zu wenig, es ermüdet sie einfach zu sehr (auch mit Stillhütchen).
Ich hab auch schon überlegt ob es an der Seitenlage liegt, wegen ihrem Herzen. Es wird vielleicht mehr belastet wenn sie auf der rechten Seite liegt als auf der linken. Ich meine nämlich, dass sie auf der linken Seite nicht so schnell einschläft. Oder ist es mein Herzschlag der sie in den Schlaf lullt.

Aber nun zum Besten... eigentlich ist es überhaupt nicht gut, aber nach sovielen traumatischen Erlebnissen bzw. Erkenntnissen kommt jetzt auch noch die Gesundheit meines Schwiegervaters ins Spiel. Im November wurde ihm ein Magenkarzinom entfernt, danach stand dann Reha an, wobei da alles schiefgelaufen ist was nur ging und er mit einem Magen-Darm Infekt im Krankenhaus landete. Dann war er eine Weile zuhause und hatte Therapie in den eigenen 4 Wänden, was sich sehr positiv ausgewirkt hat. Wir haben ihn dann doch, trotz unserer Bedenken über die Behinderung seiner Enkelin aufgeklärt, allerdings nicht ohne informatives Material (das Buch, das ich schonmal erwähnt habe). Diese Woche erlitt er einen Schlaganfall, jetzt ist er wieder im Krankenhaus. Er kann nicht mehr laufen und anscheinend ist er auch im Kopf nicht mehr voll da. Ich hab das nur so am Rande mitbekommen, denn mein Mann wollte mich nicht auch noch damit belasten.
Oh, Emelie macht sich gerade bemerkbar, das ist toll da erspar ich mir das qualvolle Wecken.