Also, endlich schaffe ich es mal wieder einen neuen Post zu verfassen. Emelie hält uns ganz schön auf Trab und man muss sich ja dann auch noch um andere Dinge kümmern wie Essen zum Beispiel, oder unseren Hund, Fipsy. Die Arme muss ganz schön was wegstecken, aber ich war gerade mit ihr im Schnee, jetzt liegt sie zufrieden auf ihrem Platz.
Diesen Blog hab ich ursprünglich eingerichtet um von meinen Erfahrungen mit meinem Baby ohne Windeln zu erzählen. Da kann ich im Moment nur sagen, dass wir das nach der Diagnose der Trisomie 21 erstmal nicht wirklich praktizieren.
Die letzten Wochen waren sehr unwirklich, man hofft immernoch endlich aus diesem (Alb-)Traum aufzuwachen. Unser Kind ist behindert und damit müssen wir uns abfinden, nicht aber mit den Aussagen die man überall auch im Internet finden kann, dass Kinder mit Down-Syndrom dumm sind und nicht mal lesen können und sowas.
Die Diagnose traf uns völlig unvorbereitet. Ich zumindest wusste mit dem Begriff Down Syndrom überhaupt nichts anzufangen, ich hab das zu dem Zeitpunkt noch nicht mal mit dem veralteten Begriff "mongoloid" in Verbindung gebracht.
Emelie ist ein richtig süßes Baby, ich empfinde das so und alle unsere Freunde sagen das. Den meisten haben wir allerdings noch gar nichts vom DS gesagt. Wir wollten, dass die Leute sich erstmal mit uns freuen. Sogar meinem Bruder hab ich noch nichts gesagt, obwohl wir Heiligabend miteinander verbracht haben.
Wir wissen nicht so richtig wie wir das handhaben sollen. Eine Freundin meinte, sie würde es auf jeden Fall immer gleich sagen. Wir hatten aber Angst vor Mitleid und schlechter Stimmung, und da wir beide noch sehr mit der Situation zu kämpfen haben können wir das grade mal gar nicht gebrauchen. Wir haben so schon viel geweint, unseren Träumen hinterhergetrauert und uns bedauert.
Inzwischen geht es einigermaßen, wir haben uns ein richtig tolles Buch gekauft:
Babys mit Down Syndrom - Erstinformation für Eltern und alle anderen Interessierten
Das erläutert am Anfang die wichtigsten Fakten, wie DS entsteht zum Beispiel und dass keiner Schuld daran hat, es passiert einfach. Außerdem gibt es Tips zur Pflege und den häufigsten Krankheiten. Die Originalausgabe ist zwar amerikanisch und von 1995, es wurde aber alles vom Übersetzer für den deutschen Leser angepasst. Und recht aktuell ist der Text immernoch.