Sonntag, 1. März 2009

Impfung

Am Donnerstag hatten wir mal wieder volles Programm. Erstmal Turnen und danach Termin beim Kinderarzt zur Gewichtskontrolle und zur ersten Impfung.
Das Turnen war mal wieder eine Geduldsprobe. Papa war wieder dabei, aber diesmal hat Emelie ihm nicht zeigen wollen wie toll sie die Übungen machen kann, sondern wie sie sich querstellen kann. Sie hat die ganze Zeit geweint und wollte gar nicht mitmachen. Sobald die Therapeutin sie auf den Arm genommen hat um sie ein wenig zu trösten war es ok, aber kaum lag sie in Position, ging die Sirene wieder los. Es war nichts zu machen, also ging es diesmal dann etwas weniger anstrengend zu. Vielleicht war das schon die Vorahnung, schließlich kam später ja noch der Piekser.
Das klappt doch ganz gut, aber..."Ich will mich heute gar nicht anstrengen."Entspanntes Entdecken des eigenen Körpers.

Im Dschungelzimmer beim Kinderarzt.Noch entspannt vor dem Piekser.
Alles schon vorbereitet.

Wir mussten uns ziemlich beeilen um rechtzeitig zum Kinderarzt zu kommen. Dort wurde Emelie dann erst mal gewogen. Sie hat in 3 Wochen 250 Gramm zugenommen, das ist super gut! Es hat uns sehr gefreut. Dann kam nochmal eine kleine Info zu den Impfungen, die Ärztin hat uns alle Impfungen nahegelegt, da Emelie ja wahrscheinlich bald Bluttransfusionen bekommen wird (Hepatitis B) und viel in Kontakt mit kranken Kindern kommt (Pneumokokken). Sie sollte also 2 Piekser bekommen. Da kam zum Glück noch der 2. Arzt und die Beiden haben gleichzeitig gepiekst. Ich hab Emelie gestreichelt und nur noch 1-2-3 gehört, da hat sie geschrien wie am Spieß. Sie war erst mal gar nicht zu beruhigen, es hat mich richtig mitgenommen, ich hätte am liebsten mitgeheult. So abrupt wie es angefangen hatte, war es dann auch wieder vorbei. Tom hat noch seine vielen Fragen gestellt, auf die ich keine befriedigenden Antworten geben konnte und dann waren wir fertig.
Wieder zuhause schien alles soweit in Ordnung zu sein, Emelie hat erstmal viel geschlafen nach den Strapazen. Dann wurde sie aber wach und das Geschrei ging los. Es war eher ein sehr lautes Jammern, pausenlos. Getrunken hat sie nur wenig. Sie hat viel geschlafen, und wenn sie mal wach war, hat sie geweint.
Leider ist das mit dem wenig Trinken bis heute so geblieben. Zwischendurch kommt es mir so vor, als wüsste sie nicht wie das geht. Die letzten Tage haben wir wieder in Miniportionen gefüttert, da schafft sie noch nichtmal 50 ml am Stück.
Heute will ich versuchen zu warten bis sie sich meldet. Da kommen mir dann aber auch wieder Zweifel. Weiß sie wann sie Hunger hat, schafft sie es dann mit dem Trinken. Sie muss dann ja eine viel größere Menge auf einmal trinken.
Ich fixiere eine Maximalzeit von 6 Stunden. Heute morgen hat sie 60 ml getrunken, 10 Uhr waren wir fertig. Also geb ich ihr wieder was um 16 Uhr, wenn sie sich nicht vorher meldet. Das ist eine lange Zeit, ob ich das schaffe. Der Papa kommt mir meist dazwischen, schließlich macht er sich auch Sorgen. Wir werden sehen im Moment schläft sie. Ich werd gleich mal versuchen sie bisschen wach zu machen und ein paar Übungen zu machen - vielleicht macht sie das hungrig.

1 Kommentar:

  1. Liebe Sophia!
    Deine Offenheit und Ehrlichkeit finde ich wirklich toll. Ich wollte dir schon so lange einmal ein Kommentar schreiben, doch zeitlich manchmal einfach nicht möglich gewesen :-). Joachim und ich haben im November einen kleinen Pauli zur Welt gebracht und er hat auch ein Chromosom mehr. Vielleicht warst du ja schon einmal auf unserer Blog Seite.
    Ich denke fest an euch drei. Ihr werdet ganz viel Kraft brauchen in der nächsten Zeit - Herzoperation. Ich bin jedoch davon überzeugt, dass ihr das mit Bravour meistern werdet. Ihr und vor allem du als Mutter hast schon so viel geschafft.
    Das wichtigste kommt natürlich zum Schluß: Eure Emelie ist eine super süße kleine Maus und ihr könnt richtig stolz auf sie sein. Manchmal braucht man etwas mehr Zeit zum Akzeptieren und Behinderung ist auch kein unbedingt schönes Wort für mich, doch man kann es ja ersetzen durch besonders oder gehandicapt oder die kleine Glückschromosom Emelie ... . Wir haben die ganze Sache sehr schnell akzeptiert und verarbeitet, denn solche Kinder suchen sich nur solche Eltern aus, bei denen sie es besonders gut haben. Unser Pauli hat schon gewusst warum und er hat uns in seinen drei Lebensmonaten so viel Freude bereitet, dass ich jede Träne die ich geweint habe bereits vergessen habe.
    Ganz liebe Grüße
    Bettina, Joachim und Pauli

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