Das Stillen klappt nicht und nach einigen Tagen Bedenkzeit die ich mir gegeben hatte, hab ich mich entschieden es nicht weiter zu versuchen. Ich hab einfach kein Bild vor Augen dass es funktioniert und Emelie an meiner Brust trinkt.
Wenn ich mich entspannt mit ihr hinsetze um sie zu stillen ist die Ruhe weg sobald sie mir, mit ihrem zum Glück noch zahnlosen Mund in die Brust kneift.
Ich kann den Stress nicht mehr tragen, vielleicht bin ich jetzt ein Versager weil ich es nicht noch mehr probieren will, aber ich kann es auch nicht.
Dann denke ich, dass ich es vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt probieren sollte wenn die Krankenhauszeit nicht mehr so präsent ist, wenn ich wieder Kraft schöpfen konnte.
Daraus wird aber nichts, ich möchte auch nicht mehr abpumpen.
Es geht mir nämlich so richtig auf die Nerven. Ich wache morgens auf und denke: ich muss abpumpen. Da hab ich Emelie im Tragetuch und die Uhr sagt schon wieder, dass ich eine halbe Stunde überfällig bin. Ich möchte weggehen und muss vorher aber noch abpumpen, dann muss ich wieder nach hause, weil ich abpumpen muss, vorm schlafen gehen muss ich abpumpen.
Es ist auch nicht so, dass ich Überschuss produzieren würde, nicht mehr. Emelie inhaliert die Flaschen ja fast schon. Wenn ich alle 4 Stunden abpumpe schaffe ich Portionen á 90 ml ca. Damit hab ich dann ungefähr 600 ml (nachts hab ich Pump-Pause). Emelie trinkt aber inzwischen schon 750 ml am Tag. Da brauch ich schon meine Tiefkühlvorräte um das auszugleichen. Und wann schaffe ich es schon wirklich alle 4 Stunden abzupumpen, oder sogar öfter um den Milchfluss zu steigern.
Sie hatte jetzt zumindest mal die ersten 7 Monate Muttermilch (mit den Tiefkühlvorräten schaffen wir wahrscheinlich sogar 8), das ist was ich ihr geben kann. Man liest es hier wahrscheinlich raus, dass ich mich schuldig fühle weil ich nicht mehr geben kann. Es gibt schließlich Frauen die haben es Monatelang versucht und immer wieder ihr Baby angelegt. Ich kann das nicht. Emelie schreit die ganze Zeit und macht noch nicht mal Anstalten zu trinken... Das ist zu hart für mich.
Lieber bin ich entspannt und verbringe die Zeit mit ihr. Zum Beispiel mit Turnen oder Spaziergängen oder spielen, singen etc. Mir wird schon was einfallen.
Und jetzt starten wir mal so richtig mit Brei durch. Damit die Kleine auch mal was auf die Rippen bekommt. Und zusätzlich gibt es dann eben noch eine Muttermilchersatznahrung wie Apta*mil oder BE*BA.
Herbstferienendspurt am WiB 17. + 18.10.2026
vor 7 Stunden




Hallo Sophia !
AntwortenLöschenIch habe für Ole 6 Monate lang die Milch abgepumpt als er im Krankenhaus lag. Gelohnt hatte es sich mengemäßig schon einige Wochen nicht mehr. Ich wollte es aber mit dem Stillen versuchen, wenn er zuhause ist. Relativ schnell stellte sich heraus, das das Stillen gar nicht funktionierte und damit war die Sache für mich erledigt.
Warum sollte man da Schuldgefühle haben ?
Du und ich, wir haben es ewig lange probiert und unser Bestes gegeben. Ich kenne genügend Mütter mit gesunden Kindern, die gar nicht erst angefangen haben oder schnell aufgegeben haben.
Alles kein Problem. Wichtig ist doch nur, das die Mutter zufrieden ist und fertig.
Wie Du schreibst, lieber die Zeit für andere Dinge nutzen !
Noch ein Tip:
Alle Ärzte die ich im Laufe des letzen Jahres kennengelernt habe (und das waren nicht wenig !) schwören auf Pre-Milch. Hersteller egal. Aber nur Pre, nicht irgendwelche Folgemilch.
Und wann gibt es das schon mal, das alle Ärzte sich einig sind !? ;-)
LG
Andrea
Liebe Sophia,
AntwortenLöschenkann ich gut verstehen. würde ich wahrscheinlich auch nicht anders machen, wenn ich merke, dass es einfach nicht klappt. und es ist wirklich eine wahnsinns-anstrengung, das abpumpem. ich hab das nur ca. 14 Tage machen müssen, als Lola ganz klein war und es mit dem stillen eben auch nicht geklappt hat. dann funktionierte es zum glück doch, aber sie war ja auch noch ganz klein und hatte noch alle saugreflexe. und bis dahin hatte ich auch nicht die flasche gegeben, sondern ihr nur über fingerfütterung die milch gegeben, damit sie die reflexe behält. und ich hatte ja schon stillerfahrung, mit meiner großen.
kann mir vorstellen, dass es wahrscheinlich doch sehr schwierig bis unmöglich ist, einem 'flaschenkind' das nachträglich nochmal anzutrainieren. das hatte ich mir die tage eh schon mal gedacht...
ist bestimmt voll die erleichterung für dich, wenn du endlich die zeit für euch hast. und die flaschenahrung ist ja auch sehr gut. und wenn madame weiter so reinhaut, will sie bestimmt bald was handfestes. nach sovielen monaten mit leckerer muttermilch. da brauchste kein schlechtes gewissen zu haben, oder dich 'als versager' zu fühlen, überhaupt nicht. die vielen monate abpumpen sind schon alleine einen extraorden wert.
und sorry, falls ich dir zu viel druck gemacht haben sollte mit meinem letzten kommentar. das wollte ich nicht...
ganz liebe grüsse und viel spass euch.
amelie
Schade, dass es nicht klappt... aber versuche es mit Pre-Milch... meine Tochter hat diese bis 12 Monate nur getrunken... wir haben es auch versucht mit zufüttern (Breikost), sie hat diese rigoros abgelehnt und erst mit 12 Monaten einigermaßen angefangen... Übrigens war sie ein propperes Baby...
AntwortenLöschenMein Sohn ist ein ganz zarter gewesen... obwohl er mit 8 Monaten "richtig" gegessen hat...
Daher mache das Wohlbefinden Deines Kindes nicht nur vom Gewicht abhängig... Man merkt sehr wohl, ob es dem Kind gut geht oder nicht...
Ich wünsche Euch erst mal eine unbeshwerte Zeit...
LG
Andrea
Liebe Sophia
AntwortenLöschenerst mal Gratulation das du soooo lange durchgehalten hast, finde ich absolut spitze!!!!
mach dir keine unnötigen Gedanken du hast wie immer instinktiv das richtige getan nämlich darauf zu schauen, dass es euch gut geht und du nicht wirklich genervt wirst denn dann hast du für Emelie auch keinen Nerv mehr ...
wie du schon in einem anderen Kommentar von mir lesen konntest hab ich mich auch bis zur OP geplagt und dann hab ich es aufgegeben und wie du die neu gewonnene Zeit lieber mit kuscheln, spielen usw. verbracht und Elias hat die Pre Nahrung von Hipp ( aber die Probiotische rosa Packung) weil die andere ihn etwas verstopft hat dann super vertragen und ganz gut zugelegt. Seit er 6einhalb Monate ist bekommt er jetzt auch Brei und es klappt bestens, es schmeckt ihm, dabei habe ich auch schon manches mal ein schlechtes Gewissen gehabt weil ich selten für Elias selber koche (bei meinem grossen 24j hab ich selber gekocht da gab es ja noch gar nicht so viel Auswahl und bei der kleinen *grins* 17 jahre hatten wir selber einen Biohof)
sondern viel Gläschen gebe oder Brei..Haferbrei usw.mit Wasser angemach.
Mittlerweile sag ich mir so. So gesund kann ich gar nicht kochen oder mein essen kontrollieren wie es Z.B. Hipp macht ( 260 Kontrollen auf Schadstoffe) selbst wenn ich wie jeden Freitag am Bauernmarkt einkaufe, weiss ich nicht was der Nachbar von meinem Biobauern spritzt.
Also wie auch beim stillen und abpumpen wenn es Zeitmässig geht mal selber kochen ansonsten Gläschen und die freigewordene Zeit anderweitig verbringen !!!
wünsche euch einen tollen Start in einen neuen Abschnitt 1!!
übrigens hol dir viiiiele Lätzchen denn mit dem Breiessen entdecken die Kids auch wie lustig es ist mit vollem Mund Spuckeblasen zu machen*smile* macht ja tolle Geräusche und sieht manchmal dann sehr kunstvoll aus wie Spritztechnik mit Farben :)
liebe Grüße Uschi und Elias
Also sei entspannt alles ist gut so wie du es machst !!!
...das kann ich so gut nachvollziehen. Ich hatte nach 6 Monaten auch genug vom abpumpen im 3-Stundenrhythmus. Ein schlechtes Gewissen ist überhaupt nicht angebracht - ganz im Gegenteil: Du kannst stolz sein, dass Du Emelie so lange mit Muttermilch versorgen konntest. Ihr habt jetzt wirklich erst einmal genug durchgemacht und jedes Recht auf Entspannung.
AntwortenLöschenEin kleiner Tipp zum sanften Uumsteigen auf Pre-Milch: gib in das normale Fläschchen Muttermilch 1 Löffel Pre-Milch mit entsprechender Menge Wasser und wenn sie das gut verträgt, kannst Du bei der nächsten Mahlzeit 2 Löffel hineintun usw. so kannst Du langsam die MM reduzieren und die Pre-Nahrung steigern, ohne dass Du irgenwelche starken Unverträglichkeitsreaktionen riskieren musst. Emelie kann sich langsam an den Geschmack gewöhnen und Du kannst die Muttermilchzeit zusätzlich verlängern. Den Tipp habe ich von der Allergieambulanz unseres Spitals.
Liebe Grüße
Maria
Mensch das tut mir so leid...
AntwortenLöschenKopf hoch und vielleicht klappt es wirklich später.
Ich wollte Luis damals gar nicht stillen weil ich Angst hatte das ich das mit drei Kindern nicht schaffe.
Ich hab Abstilltropfen genommen und war 4 Wochen daheim.
Irgendwann hat der kleine Kerl so geweint das ich nimmer weiter wusste und aus dem Bauch raus dachte ich mir nimm in doch mal an die Brust.
Was soll ich sagen...
Wir hatten einen wunderschöne Stillzeit die ich sehr genossen habe.
Luis ist aber genau so glücklich und zufrieden wie seine Schwestern die teilgestillt und die andere gar nicht gestillt wurden.
Ich drück dir die Daumen ganz feste und denk immer dran deine Maus hat ja auch schon ganz viel Muttermilch bekommen. Davon können viele Kinder nur träumen...
GGLG Tini
Hallo Sophia,
AntwortenLöschendeine Entscheidung ist richtig und es ist toll, dass du 7 Monate abgepumpt hast. Diese Entscheidung nimmt dir sicherlich viel Druck weg und das ist dann für dich und die Kleine gut. Wie ich schon gesagt habe, habe ich mir mit Benjamin auch ein Zeitfenster gegeben und es hat bei uns geklappt, aber du brauchst dir deshalb, weil es bei euch nicht geklappt hat, keine Vorwürfe zu machen. Du warst seeeeeeehhr geduldig.
Liebe Grüße
Bettina
Liebe Sophia,
AntwortenLöschendu bist großartig! Du hast Emelie so viel Muttermilch gegeben und dafür soviel Strapazen auf dich genommen. Ich kann sehr gut verstehen, dass du für das Abpumpen keine Kraft mehr hast und auch nicht für weitere Stillversuche. Ihr habt soviel mitgemacht und auch du musst erstmal wieder zu Kräften kommen.
Ich wünsche euch ganz viel Spass in drneugewonnenen Zeit.
Herzliche Grüße,
Tanja
hallo sophia!
AntwortenLöschenwarum um alles in der Welt muß frau sich ständig rechtfertigen oder schuldig fühlen wenn es um ihr baby geht???
Reicht es nicht das du dir Gedanken und Sorgen um dein krankes Kind machst?? Vergiß dich selber nicht! Du bist nicht nur Mutter sondern auch Sophia!
Ich hab es bei meinem ersten Sohn fast vergessen und es ging mir bald nicht mehr gut. Heute beim Zweiten ist das anders. Philipp hatte ne Trinkschwäche und es hat nicht funktioniert. Also Flasche gemacht und gut ist. Keine Allergien (auch keine Biomilch) oder sonstigen Ballast.
Ich bin überzeugt, daß du das mindestens genauso gut hinbekommst. Hör einfach auf deinen Bauch!
Ganz liebe Grüße von mir
Caro mit Flo und Phillip
Ich habe nur 2 Monate "pumpstillen" durchgehalten, deshalb von mir allergrößter Respekt für 7 Monate !!!!!!
AntwortenLöschenviele liebe Grüße
Suse