Montag, 29. Dezember 2008

Endlich ist sie da!

Entbindungstermin war der 8.12.2008. Eine Woche später beschloss die diensthabende Ärztin im Landstuhler Krankenhaus, dass die Wehen eingeleitet werden müssen, da nur noch wenig Fruchtwasser zu sehen war.
Mein Körper hat sehr gut auf dieses Gel reagiert und die Wehen haben sehr schnell und regelmäßig angefangen. Das scheint dann eine halbe Ewigkeit zu dauern bis der Muttermund sich weitet. Zwischendurch kam dann noch ein bisschen Panikmache von der nächsten Schicht, die Ärztin war beunruhigt da das Baby auf die Wehen reagiert (Herzschlag verlangsamte sich). Also wurde ich vorsichtshalber mal über einen evtl. Kaiserschnitt aufgeklärt und die verschiedenen Möglichkeiten der Anästesie. Dann haben sie mich an den Wehentropf gehängt und es stellte sich als falscher Alarm heraus. Doch mit dem Wehentropf kamen dann auch schon richtig heftige Wehen, so stark, dass ich was bekam um die Wehen zu hemmen (Verschnaufpause). Und mir wurde ein entspannendes Bad eingelassen. Das war fantastisch, endlich ne Wanne wo auch der Bauch mit rein passte! :)
Irgendwann war mir dann aber zu kalt da drin und ich wollte raus, mich nur noch hinlegen und schlafen. Pustekuchen! Die Presswehen haben dann eingesetzt und am Ende ging alles ziemlich schnell. Ein unglaubliches Gefühl, erst noch total am Pressen und den Moment danach hält man das langersehnte Kind im Arm, so winzig und zerbrechlich. Glücksgefühle überrennen einen regelrecht, es ist unbeschreiblich schön.
Emelie wurde am 16.12.2008 um 2.01 Uhr geboren, sie wog 3310 g und war 51 cm groß.

1 Kommentar:

  1. Hallo Sophia, ganz herzliche Glückwünsche zur Geburt Deiner Tochter Emelie. Bin beim Stöbern auf Deinen Blog aufmerksam geworden und fühle mit Dir.

    Hab mal was Nettes gelesen:

    Warum gerade sie?
    „Dieser Mutter gebe ich ein behindertes Kind“, sagte Gott.
    Und der Engel fragt: ,,Warum gerade ihr, o Herr? Sie ist doch so glücklich.“
    ,,Eben deswegen“, sagt Gott lächelnd. “Kann ich einem behinderten Kind eine Mutter geben, die das Lachen nicht kennt? Das wäre grausam.“
    “Aber hat sie denn die nötige Geduld?“, fragt der Engel.
    „Ich will nicht, dass sie zu viel Geduld hat, sonst ertrinkt sie in einem Meer von Selbstmitleid und Verzweiflung. Wenn der anfängliche Schock und Zorn erst abgeklungen sind, wird sie es tadellos schaffen. Ich habe sie heute beobachtet. Sie hat den Sinn für Selbstständigkeit und Unabhängigkeit. Das Kind, das ich ihr schenken werde, wird in seiner eigenen Welt leben. Und sie muss es zwingen, in der ihren zu leben, das wird nicht leicht werden.“
    „Aber Herr, so viel ich weiß, glaubt sie nicht einmal an dich.“
    Gott lächelt. „Das macht nichts, das bringe ich schon in Ordnung. Nein, sie ist hervorragend geeignet. Sie hat genügend Egoismus.“
    Der Engel ringt nach Luft. ,,Egoismus? Ist das denn eine Tugend?“
    Gott nickt. „Wenn sie sich nicht gelegentlich von dem Kind trennen kann, wird sie das alles nicht überstehen. Diese Frau ist es, die ich mit einem nicht ganz vollkommenen Kind beschenken werde. Nie wird sie ein gesprochenes Wort als etwas Selbstverständliches hinnehmen. Nie einen Schritt als etwas Alltägliches. Wenn ihr Kind zum ersten Mal Mama sagt, wird ihr klar sein, dass sie ein Wunder erlebt.“
    (Aus: Erna Bomberg Vier Hände und ein Herz voll Liebe, Lübbe Verlag, 1990)

    Gerne verfolge ich Deinen Blog und wünsche Euch beiden ganz viel Liebe, Glück, Zufriedenheit......
    Ganz liebe Grüsse, Andrea

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