Dienstag, 13. März 2012

Zuhause!

Einige verfolgen uns ja auch auf Facebook, für diejenigen die es nicht tun muss ich hier nun doch mal einen langen Bericht über die letzten 2 Wochen schreiben.

Am Mittwoch den 29.02.12 bekam Emelie endlich die letzten Fäden an ihrem gebrochenen Arm gezogen, somit war dieses Kapitel abgeschlossen. Schon auf dem Weg nach hause war sie müde und hat angefangen zu husten.
Am Donnerstag war es nicht besser, sie hat wenig gegessen und viel geschlafen. Die Nacht war sie unruhig, kurzatmig und hatte leichtes Fieber. Am Freitag haben wir dann erstmal einen Termin beim Kinderarzt gemacht und beim Abhören meinte die Ärztin es höre sich schlecht an. Die Lunge sei betroffen und wir müssen ihr ein Antibiotikum geben. Außerdem soll sie viel inhalieren... das ist immer so ein Problem, wenn Kind nicht will, ist da nichts zu machen.
Am Samstag wollte sie dann kaum mehr was trinken und einfach nur in Ruhe gelassen werden. Nur mit Müh und Not konnten wir ihr die Medizin geben und etwas Flüssigkeit in sie reinbekommen. Außerdem hatte sie Durchfall bekommen, was für den Flüssigkeitshaushalt schlecht ist wie auch für ihren After, der bei sowas immer sofort leidet.
Sonntag war es uns dann zuviel und wir sind in die Kinderklinik in Darmstadt gefahren. Dort gibt es am Wochenende immer einen Kinder- und Jugendärztlichen Notdienst. Der Arzt hat Emelie aber nur abgehört, ein anderes Antibiotikum verschrieben, wegen dem Durchfall und uns wieder nach hause geschickt. Dabei hatten wir schon eine gepackte Tasche im Auto.
Naja, wir sind guter Dinge wieder nach hause und Emelie hat sich wieder in ihr Bett verkrochen und wollte nur in Ruche gelassen werden. Zu Trinken gab es mit der Spritze in den Mund, damit sind wir dann zumindest mal auf 50 ml gekommen. Klar war das zu wenig und uns war klar, dass es am nächsten Tag in die Klinik geht. Einen Kinderarzt-Termin für Montag hatten wir schon. Die Ärztin hat uns gleich in der Kinderklinik in Heidelberg angemeldet und uns weitergeschickt. Sie hat nach der O2-Sättigung geschaut und abgehört. Marian wurde nochmals gecheckt, bei ihm war es auch schlimmer geworden, aber nicht so wie bei Emelie. Er hatte ja noch gegessen und getrunken.
In der Ambulanz hat man uns direkt ohne Aufnahme mitgenommen und Emelie mit Sauerstoff versorgt. Außerdem musste sie gleich inhalieren. Sie hatte plötzlich wieder jede Menge Kraft um sich zu wehren.
Da ein sogenanntes RS-Virus im Winter immer die Runde macht und es starke Probleme mit der Verbreitung gab, wurde gleich ein Schnelltest gemacht, wie bei jedem anderen aufgenommenen Kind mit einer Atemwegserkrankung. Der Test war negativ. Auf Station wurde Emelie dann noch weiter gequält. Sie bekam Blut abgenommen und einen Zugang gelegt, musste wieder inhalieren und bekam fiebersenkenden Saft.
Die erste Nacht war schwierig, die hatte ganz viel Sauerstoff und die Sättigung war einfach immer nur um die 88/89. Ich hab mich zu ihr ins Bett gesetzt und sie gegen meine Brust gelegt. So blieb die Sättigung wenigstens etwas über 90, max. 93. Es wurde schon mit Intensivstation gedroht. Am nächsten morgen ging es ihr dann wirklich schlecht, da sie so um Sauerstoff kämpfen musste konnte sie sich nicht erholen. Die Physiotherapeutin kam um Emelie beim Abhusten zu unterstützen. Außerdem haben ich ihr den Inhalator vor die Nase gehalten, wir haben immer wieder mit Kochsalzlösung aufgefüllt. Der ganze Aufwand, weil auf Intensiv noch kein Bett frei war. Wir mussten also warten und die Zeit überbrücken.
Um die Mittagszeit, kam sie dann runter. Sie bekam eine High-Flow Brille mit der man wesentlich mehr Sauerstoff geben kann. Ein Warmvernebler kam auch noch dazu, das hat ihr richtig gut getan. Außerdem mussten wir ja wieder inhalieren. Nach der Inhalation wurde es wieder schlechter. Das eine Medikament hat so gut den Schleim gelöst, dass erst mal wieder alles verstopft war und sie kaum Luft bekommen hat. Das Abhusten fällt ihr halt schwer, das kennen sicher einige von Euch. Die Physiotherapeutin konnte da ein bisschen nachhelfen. Interessant war, dass diese einen Bruder mit Down Syndrom hat, der nun auch schon 16 Jahre alt. Es hat gut getan sich mit ihr zu unterhalten. Es hat abgelenkt und ich konnte sie mal fragen wie sie so für sie als Schwester ist. Ihr Interesse für Emelie war riesig und sie hat sich wirklich ganz toll gekümmert. Sie war oftmals sehr lange da.
Nachts hatte Emelie wohl eine so gute Sättigung, dass der Sauerstoff immer weiter reduziert werden konnte. Bis die dann mal gemerkt haben, dass die Nudel sich die Nasenbrille aus der Nase gezogen hatte. :( Für die Intensivstation ging es ihr definitiv zu gut. Also war es fast schon sichere Sache, dass sie wieder auf die "Normal"Station kann. Nach dem Inhalieren sah es aber wieder recht schlecht aus. Da aber wohl das Bett frei werden sollte, wurde sie doch verlegt. Oben angekommen mussten wir erst wieder, mit Hilfe der Physiotherapeutin, um eine ordentliche Sättigung kämpfen. Außerdem durften wir  2 Geräte aus der Intensivstation mitnehmen: den Warmvernebler und die Sauerstoffheizung.

Endlich in Ruhe schlafen.

Von wegen, schließlich musste noch Blut abgenommen werden.

Break auf der Intensivstation

Und hier ist sie wieder am Essen... ach nee, da war ich ja mit Marian im Zoo, während die Patentante bei Emelie die Stellung gehalten hat.

Irgendwie war der Spielplatz aber wesentlich interessanter als die echten Tiere.

Der Appetit ist wieder da. Und nicht nur für Fruchtzw@rge. Ihr Rekord waren 11 Stück an einem Tag. Da es als Flüssigkeit galt, hab ich mir da nicht so wirklich Gedanken gemacht.

Einmal hat der Papa dann lecker Eis mitgebracht. Ein Cornetto ganz für mich allein. So lecker und so süß, in Kombination mit den vielen Fruchtzw@rgen war ihr schlecht am Abend.

Und hiermit mache ich dann mal Schluß, sonst wird der Post nie fertig und auch viel zu lang. Ich muss mich erstmal sammeln und gucken wie es weiter gegangen ist.






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