Heute ist schon der "Tag danach", mein Mann hat den Computer vorbeigebracht, er wird meinen Post heute abend online stellen. Deshalb erst mal ohne Bilder, die wären ja sowieso nicht allzu schön.
Wie es war:
Am Donnerstag früh wurden wir in der Kinderambulanz aufgenommen, Emelie wurde gewogen und gemessen (4180 g - 62 cm - fast 5 Monate alt). Dann kam noch der ganze Papierkram und die Erklärungen eines Arztes, mit dem ich vorher noch nie gesprochen hatte. Er hat uns über die Risiken aufgeklärt, da wär ich ja am liebsten gegangen. :(
Gut, dann die Blutanalyse - Schilddrüsenwerte werden mit überprüft. Das Blutabnehmen war gruselig, mir wird ja schon schlecht, wenn der Hund Blut abgenommen bekommt. Ich hab versucht, Emelie abzulenken, womit ICH auf jeden Fall schon mal abgelenkt war. Die Kleine leider weniger, sie hat fast die ganze Prozedur über geweint. Ich hab nur gehofft, dass die Schwester nicht mit noch mehr Ampullen ankommt... Es waren 7 Stück, glaube ich. Wenigstens haben sie den Einstich gleich für einen Zugang verwendet, auch wenn er dauerhaft "bewässert" werden musste. Danach dann EKG und Ultraschall, bei einer sehr netten Ärztin die sehr ausführlich erklärt hat und alle unsere Fragen beantwortet hat, obwohl ständig eine Schwester reinplatzte um Stress zu machen von wegen sie brauche den Raum. Sie hat sogar noch den Chefarzt gerufen damit wir ihn mal kennenlernen (Prof. Dr. Rupprath). Danach ging es mal auf Station, um die Koffer nicht immer hinterherzutragen (ohne meinen Mann hätte ich schon früher gestreikt). Ich musste auch abpumpen und wir durften in einem Untersuchungszimmer verweilen, da unser Zimmer noch nicht geputzt war. Emelie wurde dann noch geröngt. Das hat ewig gedauert bis wir dran kamen, ich hatte schon den Flaschenwärmer startklar, da es Zeit für eine Mahlzeit war. Wir mussten dann noch warten ob die Aufnahme OK ist, da hab ich dann mal ganz frech die Flasche aufgewärmt und sie nach dem Röntgen im Wartebereich gefüttert. Dann gabs das "leckere" Mittagessen aus der Personalcaffeteria für Papa und Mama.
Nachmittags mussten wir dann noch zur Anästhesie... Leute das ist ein Witz, wir wurden vor einen Film gesetzt der alles erläuterte, danach dann nochmal in den Warteraum weil man ja noch mit dem Doktor sprechen muss und der hat dann hauptsächlich wiederholt was das Band gesagt hatte. Ok, Fragen hat er auch beantwortet, dabei hat mich natürlich mit meiner Fixation aufs Essen beunruhigt, dass sie 6 Std. vor dem Eingriff nix mehr essen soll. Terminiert waren wir für 10:30 Uhr, also letzte Mahlzeit um 4:00 Uhr. Wie krieg ich die Maus da denn nur wach, geschweige denn zum Trinken?
Auf der Station wurde uns aber nochmal gesagt, dass man bei Stillkindern von 4 Stunden ausgehen kann. Also hab ich mir den Wecker um 5:45 Uhr gestellt und Emelie dann auch gleich geweckt. Sie hat zwar angefangen zu trinken, hatte aber eigentlich keine Lust. Nach 45 Min. waren 75 ml drin. Nach dem Waschen ist sie wie immer schnell wieder eingeschlafen. Ich hab ja gehofft, dass sie lange schläft... Pustekuchen! Sie war nach einer Stunde wieder wach. Es wurde halb elf und nichts passierte, die Schwestern wussten auch noch nichts aus dem Labor. Es wurde 12 Uhr und wir wurden langsam unruhig, da Emelie ja wieder eine Mahlzeit erwartete... Wir haben sie im Kinderwagen hin und her geschoben bis sie eingeschlafen ist. Um 13:15 Uhr wurde ich gerufen, mein Mann war gerade Essen holen gegangen.
Die Tür geht auf und die Pfleger fahren unsere Tochter weg, wir können nichts mehr tun außer warten. Tom kam auch noch herbeigeeilt um Emelie ein Küsschen auf die Wange zu drücken. Um 3 Uhr wurde ich in den Aufwachraum gerufen. Emelie war knallrot, sie hatte Fieber und schrecklichen Durst. Sie bekam Paracethamol und eine mit Wasser getränkte Kompresse zum Mund abtupfen, sie hat sie ausgesaugt. Arme Maus, je wacher sie wurde umso mehr kam der Hunger. Wieder auf Station bekam ich die Aussage, dass Emelie erst um 18:30 Uhr wieder "Essen" darf laut Anästhesist. Es war 16:00 Uhr und sie weinte schon vor Hunger. Um 17:00 Uhr durfte ich ihr dann was geben, da hat sie 50 ml wie nix abgepumpt. Weitere 50 ml die schon im Wärmer bereitstanden hat sie nicht mehr geschafft, da sie erschöpft eingeschlafen ist. Sie bekam Sauerstoff, da ihre Sättigung immer wieder unter 85% fiel. Das wäre aber nach so einem Eingriff normal hat man uns gesagt. Da die Maske viel zu groß ist, musste eine Nasenbrille her. Das Teil ist wirklich nicht so schlimm wie es aussieht, wenn man nicht vergisst den O2 runterzudrehen, bevor man sie dem Baby in die Nase steckt! Ich hab die Schwester nur dezent gefragt, ob sie Emelie denn aufblasen will :)
Die Nacht war anstrengend, vor allem da ich es überhaupt nicht gewöhnt bin nachts aufzustehen. Meine kleine Heldin kennt nämlich ihre Mama und weiß wie verpennt sie ist. Diesesmal hatte sie aber richtig Hunger um 3 Uhr, da hab ich dann auch gleich noch abgepumpt. Dann hat sie sich um 6 Uhr wieder gemeldet. Ich hab ihr dann nochmal trinken angeboten, sie wollte aber Käckern... Wir haben dann Beide nochmal geschlafen um uns von den Strapazen der Nacht zu erholen. Heute hatte sie immer mal wieder Hunger, hat aber nur kleine Portionen geschafft. Sonst war sie quieschtfidel und es ist als wäre gestern nichts gewesen. Sogar der Verband durfte schon ab, jetzt ist nur noch ein kleines Pflaster drauf.
Die Maus schläft jetzt wieder und ich hab ihr die Medikamente noch nicht gegeben... Die Schwestern gehen aber voll auf meinen Rhythmus ein, vergessen dann aber leider mir die Meds zu geben weil es nicht in ihrem Zeitplan passt. Ich glaub ich mach das doch lieber komplett selber. Und das Lanitop soll ich auf keinen Fall mit in die Milch tun sondern direkt in den Mund tropfen...Hallo, da kommen manchmal so schnell 2 Tropfen raus... Ich will ja nicht überdosieren! Jetzt kriegt Emelie das vom Löffel und es klappt wirklich gut.
Wie es war:
Am Donnerstag früh wurden wir in der Kinderambulanz aufgenommen, Emelie wurde gewogen und gemessen (4180 g - 62 cm - fast 5 Monate alt). Dann kam noch der ganze Papierkram und die Erklärungen eines Arztes, mit dem ich vorher noch nie gesprochen hatte. Er hat uns über die Risiken aufgeklärt, da wär ich ja am liebsten gegangen. :(
Gut, dann die Blutanalyse - Schilddrüsenwerte werden mit überprüft. Das Blutabnehmen war gruselig, mir wird ja schon schlecht, wenn der Hund Blut abgenommen bekommt. Ich hab versucht, Emelie abzulenken, womit ICH auf jeden Fall schon mal abgelenkt war. Die Kleine leider weniger, sie hat fast die ganze Prozedur über geweint. Ich hab nur gehofft, dass die Schwester nicht mit noch mehr Ampullen ankommt... Es waren 7 Stück, glaube ich. Wenigstens haben sie den Einstich gleich für einen Zugang verwendet, auch wenn er dauerhaft "bewässert" werden musste. Danach dann EKG und Ultraschall, bei einer sehr netten Ärztin die sehr ausführlich erklärt hat und alle unsere Fragen beantwortet hat, obwohl ständig eine Schwester reinplatzte um Stress zu machen von wegen sie brauche den Raum. Sie hat sogar noch den Chefarzt gerufen damit wir ihn mal kennenlernen (Prof. Dr. Rupprath). Danach ging es mal auf Station, um die Koffer nicht immer hinterherzutragen (ohne meinen Mann hätte ich schon früher gestreikt). Ich musste auch abpumpen und wir durften in einem Untersuchungszimmer verweilen, da unser Zimmer noch nicht geputzt war. Emelie wurde dann noch geröngt. Das hat ewig gedauert bis wir dran kamen, ich hatte schon den Flaschenwärmer startklar, da es Zeit für eine Mahlzeit war. Wir mussten dann noch warten ob die Aufnahme OK ist, da hab ich dann mal ganz frech die Flasche aufgewärmt und sie nach dem Röntgen im Wartebereich gefüttert. Dann gabs das "leckere" Mittagessen aus der Personalcaffeteria für Papa und Mama.
Nachmittags mussten wir dann noch zur Anästhesie... Leute das ist ein Witz, wir wurden vor einen Film gesetzt der alles erläuterte, danach dann nochmal in den Warteraum weil man ja noch mit dem Doktor sprechen muss und der hat dann hauptsächlich wiederholt was das Band gesagt hatte. Ok, Fragen hat er auch beantwortet, dabei hat mich natürlich mit meiner Fixation aufs Essen beunruhigt, dass sie 6 Std. vor dem Eingriff nix mehr essen soll. Terminiert waren wir für 10:30 Uhr, also letzte Mahlzeit um 4:00 Uhr. Wie krieg ich die Maus da denn nur wach, geschweige denn zum Trinken?
Auf der Station wurde uns aber nochmal gesagt, dass man bei Stillkindern von 4 Stunden ausgehen kann. Also hab ich mir den Wecker um 5:45 Uhr gestellt und Emelie dann auch gleich geweckt. Sie hat zwar angefangen zu trinken, hatte aber eigentlich keine Lust. Nach 45 Min. waren 75 ml drin. Nach dem Waschen ist sie wie immer schnell wieder eingeschlafen. Ich hab ja gehofft, dass sie lange schläft... Pustekuchen! Sie war nach einer Stunde wieder wach. Es wurde halb elf und nichts passierte, die Schwestern wussten auch noch nichts aus dem Labor. Es wurde 12 Uhr und wir wurden langsam unruhig, da Emelie ja wieder eine Mahlzeit erwartete... Wir haben sie im Kinderwagen hin und her geschoben bis sie eingeschlafen ist. Um 13:15 Uhr wurde ich gerufen, mein Mann war gerade Essen holen gegangen.
Die Tür geht auf und die Pfleger fahren unsere Tochter weg, wir können nichts mehr tun außer warten. Tom kam auch noch herbeigeeilt um Emelie ein Küsschen auf die Wange zu drücken. Um 3 Uhr wurde ich in den Aufwachraum gerufen. Emelie war knallrot, sie hatte Fieber und schrecklichen Durst. Sie bekam Paracethamol und eine mit Wasser getränkte Kompresse zum Mund abtupfen, sie hat sie ausgesaugt. Arme Maus, je wacher sie wurde umso mehr kam der Hunger. Wieder auf Station bekam ich die Aussage, dass Emelie erst um 18:30 Uhr wieder "Essen" darf laut Anästhesist. Es war 16:00 Uhr und sie weinte schon vor Hunger. Um 17:00 Uhr durfte ich ihr dann was geben, da hat sie 50 ml wie nix abgepumpt. Weitere 50 ml die schon im Wärmer bereitstanden hat sie nicht mehr geschafft, da sie erschöpft eingeschlafen ist. Sie bekam Sauerstoff, da ihre Sättigung immer wieder unter 85% fiel. Das wäre aber nach so einem Eingriff normal hat man uns gesagt. Da die Maske viel zu groß ist, musste eine Nasenbrille her. Das Teil ist wirklich nicht so schlimm wie es aussieht, wenn man nicht vergisst den O2 runterzudrehen, bevor man sie dem Baby in die Nase steckt! Ich hab die Schwester nur dezent gefragt, ob sie Emelie denn aufblasen will :)
Die Nacht war anstrengend, vor allem da ich es überhaupt nicht gewöhnt bin nachts aufzustehen. Meine kleine Heldin kennt nämlich ihre Mama und weiß wie verpennt sie ist. Diesesmal hatte sie aber richtig Hunger um 3 Uhr, da hab ich dann auch gleich noch abgepumpt. Dann hat sie sich um 6 Uhr wieder gemeldet. Ich hab ihr dann nochmal trinken angeboten, sie wollte aber Käckern... Wir haben dann Beide nochmal geschlafen um uns von den Strapazen der Nacht zu erholen. Heute hatte sie immer mal wieder Hunger, hat aber nur kleine Portionen geschafft. Sonst war sie quieschtfidel und es ist als wäre gestern nichts gewesen. Sogar der Verband durfte schon ab, jetzt ist nur noch ein kleines Pflaster drauf.
Die Maus schläft jetzt wieder und ich hab ihr die Medikamente noch nicht gegeben... Die Schwestern gehen aber voll auf meinen Rhythmus ein, vergessen dann aber leider mir die Meds zu geben weil es nicht in ihrem Zeitplan passt. Ich glaub ich mach das doch lieber komplett selber. Und das Lanitop soll ich auf keinen Fall mit in die Milch tun sondern direkt in den Mund tropfen...Hallo, da kommen manchmal so schnell 2 Tropfen raus... Ich will ja nicht überdosieren! Jetzt kriegt Emelie das vom Löffel und es klappt wirklich gut.




Hallo Sophia,
AntwortenLöschentoll das Emelie alles so gut überstanden hat.
Jetzt könnt ihr bald nach Hause und den Krankenhausstress erstmal hinter Euch lassen.
Alles Liebe
Beatrice
Das freut uns aber sehr von euch zwischenzeitlich etwas zu hören. Es ist so schön, dass alles so gut geangen ist. Ihr seid sooo tapfer.
AntwortenLöschenGanz liebe Grüße
Bettina
Das klingt, bis auf das merkwürdige Verständnis von Zeit seitens der Klinik, alles super! Ich bin sehr erleichtert und hoffe, ihr dürft bald nach Hause.
AntwortenLöschenLG!
Ich wünsche Euch weiterhin einen guten Verlauf!
AntwortenLöschenLiebe Grüße,
Claudia
Oooh, da kommt vieles wieder hoch, wenn ich Deinen Bericht lese - von wegen Terminen, nichts essen dürfen und dann brüllen die Kinder schon, weil sich die Termine verschieben...
AntwortenLöschenLanitop haben wir auch immer mit dem Löffel gegeben, das ist auf jeden Fall sicherer!
Ich freue mich, dass ihr es nun erst mal hinter Euch habt und es Emelie gut geht!
Liebe Grüße
Maria
wie gut zu hören, dass es Emilie gut geht. Bald habt ihr es hinter euch! Krankenhäuser und deren Rhythmus sind echt so eine Sache. Hoffentlich habt ihr immer eine nette Schwester im Dienst, das ist immer Gold wert. Alles gute weiterhin,
AntwortenLöschenamelie
Danke für deinen bericht, kommt mir alles vertraut vor. Was haben denn die Ärzte erzählt? Was hat man messen oder sehen können?
AntwortenLöschenGute Besserung weiterhin wünscht dir
Gabriela
Super, dass alles so gut lief. Weiterhin alles Gute für die Maus!
AntwortenLöschenLG Yvonne
Liebe Sophia,
AntwortenLöschenich freue mich, dass alles so gut verlaufen ist und drücke euch die Daumen dass ihr schnell wieder nach Hause könnt.
Gute Besserungswünsche von
Annett